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Schwules Paar darf Baby behalten

Streit mit Leihmutter Schwules Paar darf Baby behalten

Eine Leihmutter aus Thailand sollte Gordon Lake und Manuel Santos endlich zum Elternglück verhelfen. Doch als die kleine Carmen zur Welt kam, weigerte sich die Mutter die neugeborene Tochter ausreisen zu lassen. Nun hat ein Gericht entschieden: Gordon und Manuel dürfen Carmen mit nach Hause nehmen.

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Gordon Lake (l) mit Partner Manuel Santos und Tochter Carmen.

Quelle: Narong Sangnak/dpa

Bangkok . Ein schwules spanisch-amerikanisches Paar hat seinen Sorgerechtsstreit gegen eine thailändische Leihmutter in Bangkok gewonnen. Die beiden Männer, Gordon Lake und Manuel Santos, seien die legalen Eltern des inzwischen 15 Monate alten Babys namens Carmen, urteilte am Dienstag ein Familiengericht in Thailand.

Nach der Geburt händigte die Leihmutter ihnen das Mädchen zwar aus, sie weigerte sich aber, die für die Ausreise erforderlichen Dokumente zu unterzeichnen. Die Männer warfen ihr vor, sie habe etwas gegen ihre sexuelle Orientierung. Die Leihmutter wies diesen Vorwurf zurück. "Wir sind sehr glücklich, dass dieser Albtraum nun bald zu Ende sein wird", sagte Santos nach der Gerichtsentscheidung. "Nach 15 Monaten wird Carmen nach Spanien fliegen." Die beiden Männer, die im spanischen Valencia leben, hatten mehr als ein Jahr lang um das Sorgerecht für ihre Tochter gekämpft.

Leihmutterschwangerschaften mittlerweile verboten

Der Sorgerechtstreit hatte nach dem Fall des Leihmutterbabys namens Gammy in Thailand Schlagzeilen gemacht. Die australischen Eltern hatten Gammy, der ein Down Syndrom hat, bei der Leihmutter zurückgelassen und nur seinen gesunden Zwilling mitgenommen. Das löste weltweit Empörung aus. Die Regierung verschärfte daraufhin die bis dahin unklare Gesetzeslage. Leihmutterschwangerschaften gegen Bezahlung sind seitdem verboten.

Baby Carmen wurde vor der Verschärfung der Gesetze geboren. Santos und Lake hatten die Leihmutter für ihre Dienste bezahlt, sie änderte ihre Meinung aber nach der Geburt. Santos und Lake haben bereits einen Sohn, der derzeit bei Angehörigen in Spanien lebt.

dpa/afp

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