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Scooter geben Konzert der Superlative

Größer, greller, lauter Scooter geben Konzert der Superlative

Neonfarben, Glitzer und 180 Beats pro Minute: Zurückhaltung ist nichts für das Techno-Trio Scooter. Mit ihrem typischen Sound nimmt die Band ihre Zuschauer mit auf eine Zeitreise in die neunziger Jahre. Überraschungsgast Jan Delay bleibt da fast unbemerkt.

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Scooter-Sänger H.P. Baxxter beim Konzert in Hamburg.

Quelle: dpa

Binnen Sekunden ist die Verwandlung des HSV-Stadions in einen Techno-Tempel vollbracht. Noch bevor der wasserstoffblonde Mann auf der Bühne die ersten Wörter ins Mikro schreit, gleicht die Arena in Hamburg einer Großraumdisco. Krachende Pyrotechnik, grelles Licht und eine Kostprobe aus der 140.000 Watt starken Musikanlage - Scooters Begrüßung ist am Samstagabend gleichzeitig ein Versprechen: zwei Stunden laut, lauter, Scooter.

Die Wahl des ersten Songs dürfte leicht gefallen sein: „It’s good to be back“, schreit H.P. Baxxter den knapp 20.000 Fans zu. Dabei war das Trio eigentlich nie weg. Seit 17 Jahren beschallt es Techno-Fans mit dem typischen Scooter-Sound, mit über 30 Millionen verkauften Tonträgern und unzähligen Auszeichnungen gehören sie zu den erfolgreichsten deutschen Bands überhaupt.

Zwar sind die Auftritte seltener geworden, die Chartplatzierungen auch. Doch ihre Techno-Hymnen kennt wohl jeder, der in den vergangenen zwei Jahrzehnten feiern gegangen ist. Andere würden sich damit zufrieden geben, Scooter reicht das nicht. Größer, greller, gigantischer - das einzige Deutschlandkonzert der Band in diesem Jahr soll eines der Superlative sein. Die Ankündigung des „The Stadium Techno Inferno!“ klingt da schon fast wie eine Drohung.

Offenbar nicht für Scooter-Fans. Fast 20.000 sind in die Hansestadt gekommen. Zeitgleich wird das Konzert in 60 Kinos weltweit und über Livestream im Internet gezeigt. „Alle beobachten Euch“, erklärt H.P., der als Hans Peter Geerdes in Ostfriesland geboren wurde, deshalb auf Englisch.

Beim Konzert scheint es, als sei die Zeit stehengeblieben

Derlei Animation bedarf es gar nicht. Die Fans verausgaben sich von der ersten Minute dermaßen, dass der Überraschungsauftritt des Hamburger Lokalmatadors Jan Delay beinahe unbemerkt bleibt. Kaum anders ergeht es Heinz Strunk, der bei „How Much Is The Fish?“ Scooters Sounddesigner Rick J. Jordan und DJ Michael Simon auf der Querflöte unterstützt.

Für zwei Stunden scheint es am Samstagabend, als sei die Zeit stehengeblieben. Der Bass hämmert wie 1993, die Haare des 45 Jahre alten H.P. Baxxter sind immer noch wasserstoffblond und die Texte nach wie vor schlicht. Nach „One (Always Hardcore)“ und „Maria (I Like It Loud)“ reichen zwei Wörter, um die Techno-Fans endgültig in die 90er Jahre zu versetzen: „Hyper, Hyper“. Einzig die Fortschritte der Technik - 150 Quadratmeter große Leinwand, grelle Licht- und Lasershow und gigantische Boxen - erinnern die Zuschauer daran, dass fast 20 Jahre vergangen sind.

Wer in „The Stadium Techno Inferno!“ eine Abschiedsvorstellung vermutet, kennt Scooter schlecht. Zurückhaltung ist nichts für das Trio. Im August wollen die Jungs ihr 15. Album veröffentlichen - und mit den neuen Techno-Hymnen die Liste der Superlative verlängern.

dpa

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