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Scotland Yard hilft Köln bei der Fahndung

Übergriffe in der Silvesternacht Scotland Yard hilft Köln bei der Fahndung

Die Kölner Polizei bekommt Unterstützung aus London: Nach den Übergriffen in der Silvesternacht helfen Spezialisten von Scotland Yard dabei, auf den Video-Aufnahmen Tatverdächtige zu ermitteln. Diese "Super Recognizer" sind angeblich besser als jedes Computerprogramm.

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Silvesternacht in Köln: Nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen soll die Londoner Polizei Scotland Yard bei der Auswertung von Videoaufnahmen helfen.

Quelle: Markus Böhm/dpa

Köln. Zwei sogenannte "Super Recognizer" der britischen Polizeibehörde unterstützen Kölner Polizisten bei der Identifizierung von Tatverdächtigen in Videoaufnahmen, wie die Polizei Köln am Freitag mitteilte. Diese Spezialisten haben eine besondere Begabung für das Merken und Wiedererkennen von Gesichtern.

Besser als ein Computerprogramm

"Super Recognizer" haben den Angaben zufolge die sehr seltene kognitive Fähigkeit, sich das Bild einer Person besonders intensiv einzuprägen. Die Erinnerung könnten sie mit Videoaufzeichnungen von größeren Menschenmengen abgleichen, hieß es. Dabei gehe ihre Fähigkeit deutlich über das hinaus, was automatisierte Gesichtserkennungsprogramme leisten könnten.

Die Scotland Yard habe bereits Erfahrungen mit dem Einsatz der "Super Recognizer" gemacht und habe der Ermittlungsgruppe "Neujahr" ihre Unterstützung angeboten, erklärte die Polizei. Die beiden britischen Spezialisten arbeiten demnach seit Montag mit drei Kölner Polizisten zusammen, die vergleichbare Fähigkeiten haben.

Fast 1000 Opfer haben sich gemeldet

In der Silvesternacht sollen Gruppen von Männern vor allem nordafrikanischer Herkunft Frauen umzingelt, bestohlen und sexuell bedrängt haben. Die Zahl der Strafanzeigen sei inzwischen auf 883 gestiegen, sagte der Sprecher. 414 der Anzeigen beziehen sich demnach auf Sexualdelikte, darunter auch Vergewaltigungen.

In den anderen Fällen handele es sich vorwiegend um Eigentumsdelikte. Fast 1000 Opfer (993) hätten sich bislang gemeldet. Von 26 Beschuldigten säßen mittlerweile neun in Untersuchungshaft. Zuletzt wurde ein 22-jähriger Algerier in einer Asylbewerberunterkunft in Bocholt wegen Raubes festgenommen.

dpa/epd

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