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Riesenpanda-Baby in Belgien geboren

Seltene Geburt Riesenpanda-Baby in Belgien geboren

Die äußerst seltene Geburt eines Riesenpandas begeistert Belgien. Das winzige Tierchen ist erst wenige Stunden alt – aber zusammen mit Bären-Mama Hao Hao schon ein kleiner Star.

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Panda-Mama Hao Hao hält den kleinen Neugeborenen vorsichtig zwischen ihren Zähnen.

Quelle: dpa

Brugelette. Ein seltenes Riesenpanda-Baby ist in Belgien geboren worden. Es habe am Mittwochabend im Tierpark Pairi Daiza in der Gemeinde Brugelette das Licht der Welt erblickt, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Erste Fotos zeigen Mutter Hao Hao, wie sie ihren vergleichsweise winzigen und haarlosen Nachwuchs im Maul durch das Gehege trug.

Panda-Baby wog 171 Gramm bei der Geburt

Gerade einmal 171 Gramm wog das Baby bei der Geburt. Zum Vergleich: Ausgewachsen können die Bären bis zu 150 Kilogramm auf die Waage bringen. Einen Namen hat er noch nicht. Die Geburt sei etwas Besonderes, sagte der Artenschutzexperte Stefan Ziegler von der Tierschutzorganisation WWF Deutschland. Es sei nicht einfach, Riesenpandas außerhalb Chinas nachzuzüchten.

Die Geburt soll per künstlicher Befruchtung geglückt sein, berichtete die Nachrichtenagentur Belga. Für den Eingriff sei ein Expertenteam aus China eingeflogen worden. Nach Einschätzung von Ziegler ist die künstliche Befruchtung bei gefangenen Pandas der übliche Weg, um für Nachwuchs zu sorgen. In freier Wildbahn seien die Säugetiere Einzelgänger.

Erste Zeichen einer Schwangerschaft hatte Mutter Hao Hao laut Belga im Mai gezeigt. In Europa bringen die Tiere sehr selten Nachwuchs zur Welt. Belgien ist nach Angaben des Zoos das dritte europäische Land nach Österreich und Spanien, in dem in den vergangenen 20 Jahren ein Riesenpanda-Baby geboren worden ist.

Nur 1860 Riesenpandas in freier Wildbahn

Weltweit leben nach WWF-Angaben etwa 1860 Riesenpandas frei. Die vom Aussterben bedrohten Tiere streifen in sechs Bergregionen Chinas umher. Fünf Zoos in Europa zeigen nach jüngsten Zahlen der Tierschützer acht Erwachsene und zwei Jungtiere. Hao Hao und ihr Partner Xing Hui leben seit Anfang 2014 in dem belgischen Zoo.

Die schwarz-weiß gemusterten Bären sind für 15 Jahre eine Leihgabe der chinesischen Regierung. Nach ihrem Aufenthalt in Europa sollen sie wieder ins Reich der Mitte zurückgeflogen werden. In vier Jahren bereits, so will es eine Vereinbarung mit China, soll ihr frischgeborener Nachwuchs in die Volksrepublik umziehen.

Deutschland bekommt 2017 ein Panda-Paar

In Deutschland gibt es seit Jahren keine Riesenpandas mehr – 2012 starb in Berlin das letzte Exemplar. Voraussichtlich 2017 soll die Hauptstadt wieder ein Panda-Paar bekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel kündigte dies im vergangenen Oktober am Rande eines Chinabesuchs an.

Besucher des belgischen Tierparks müssen sich noch etwas gedulden, ehe sie den kleinen Riesenpanda zu Gesicht bekommen. Der Geschäftsführer des Zoos wollte laut Belga zunächst keine Prognose wagen. Es hänge alles von der Entwicklung des Winzlings ab.

dpa/RND

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