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Shell entdeckt zweites Leck an Ölplattform

Nordsee Shell entdeckt zweites Leck an Ölplattform

Das erste Loch an der Shell-Plattform in der Nordsee ist noch nicht ganz gestopft – da tritt schon das zweite Leck auf. An den deutschen Küsten wird der Ölteppich indes wahrscheinlich nicht angespült.

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An der Gannet-Alpha-Plattform in der Nordsee wurde mittlerweile das zweite Leck entdeckt.

Quelle: dpa (Archivbild)

An der beschädigten Ölplattform des Konzerns Shell in der Nordsee ist ein zweites Leck entdeckt worden. Man arbeite daran, die undichte Stelle zu finden und zu reparieren, teilte der britisch-niederländische Ölriese am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur PA mit. „Die Infrastruktur unter Wasser ist sehr komplex und das Leck ist an einer komplizierten Stelle mit viel marinem Wachstum“, sagte ein Sprecher. Zur Menge des an dem zweiten Leck auslaufenden Öls gab es keine Angaben. Es sei von einem Hubschrauber aus der Luft entdeckt worden.

Das bereits bekannte Loch sei so gut wie gestopft, hieß es. An der beschädigten Plattform waren nach Schätzungen seit vergangenem Mittwoch rund 216 Tonnen Öl in die Nordsee geflossen. Die Plattform liegt rund 180 Kilometer vor der schottischen Küste bei Aberdeen. Umweltschützer kritisierten die Förderung von Öl in der Nordsee und die Informationspolitik von Shell.

Eine Tonne Öl pro Tag strömt aus

Nach Einschätzung des Havariekommandos in Cuxhaven ist es unwahrscheinlich, dass der Ölteppich auf der Nordsee auf die deutsche Küste zutreibt. Das aus der Plattform ausgetretene Öl bedecke etwa einen halben Quadratkilometer, sagte Pressesprecherin Ulrike Windhövel am Dienstag.

Beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sei eine Prognose der Drift und damit der möglichen Ausbreitung angefordert worden. Nach bisherigen Informationen seien aus einer Verbindungsleitung 216 Tonnen Öl ausgelaufen. „Es ist kein Druck auf der Leitung“, sagte Windhövel. In der Verbindung befanden sich insgesamt 1000 Tonnen. Zurzeit ströme noch etwa eine Tonne Öl pro Tag aus. Sollte der Ölteppich entgegen der Annahme doch auf die deutsche Küste zutreiben, könnten mehrere Schiffe zur Bekämpfung des Ölteppichs eingesetzt werden.

jhe/dpa

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