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Shitstorm nach Tötung von Gorilla in US-Zoo

Video aufgetaucht Shitstorm nach Tötung von Gorilla in US-Zoo

Die Tötung eines Gorillas im Zoo Cincinnati sorgt für Empörung bei vielen Tierschützern. Viele geben dem Zoo und der Mutter des Jungen, der in das Gorilla-Gehege gefallen war, eine Mitschuld. Für Aufsehen sorgt ein Video, dass den Vorfall zeigt.

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Ein dreijähriger Junge ist im Zoo der US-Großstadt Cincinnati ins Gorilla-Gehege gestürzt und vom ausgewachsenen Silberrücken "Harambe" umhergezogen worden. Das Tier wurde daraufhin erschossen

Quelle: Screenshot/Youtube

Cincinnati. Der Zoodirektor ließ seinen  Gorilla „Harambe“ erschießen, um das Leben eines vier Jahre alten Jungen zu retten, der ins Gorilla-Gehege gefallen war. Doch ein neues Video widerlegt angeblich, dass das Kind in Lebensgefahr war.

Im Gegenteil: Der 400 Pfund schwere Gorilla habe den Kleinen beschützt und sogar Händchen gehalten, sagen Tierschützer und prangern Zooverwaltung und auch die Mutter des Jungen an, die nicht auf ihr Kind aufgepasst und somit Mitschuld am Tod des beliebten Menschenaffen habe.

Tierfreunde sehen fürsorgliches Verhalten

Auf dem Video, das zwei Tage nach dem Vorfall auftauchte, sieht es tatsächlich so aus, als sei der 17 Jahre alte Harambe um das Wohl seines kleinen Eindringlings besorgt. An einer Stelle scheint er ihm sogar fürsorglich entgegenzukommen und dem Jungen, der ihm seinen Arm entgegenstreckt, zu berühren und helfen zu wollen.

Die hysterischen Reaktionen der Zoobesucher hätten das Tier jedoch so irritiert, dass seine Sorge in Aggression umgeschlagen sei. Trotzdem habe keine Veranlassung bestanden den Gorilla gleich zu erschießen, heißt es in der Internet-Petition „Gerechtigkeit für Harambe“, die bereits von über 290.000 Tierfreunden (Stand: 31.05.2016) unterschrieben wurde. Ein Schuss mit einer Betäubungsspritze hätte doch gereicht, argumentieren sie.

Zoodirektor verteidigt Abschuss

Genau dem widerspricht Zoodirektor Thane Maynard. Es habe für den Jungen eine „lebensbedrohende Situation bestanden“, das Tier sei „gereizt“ und „verwirrt“ und „unberechenbar“ gewesen. Und eine Betäubungsspritze hätte dazu führen können, dass Harambe kurzfristig völlig außer Kontrolle geraten wäre. Außerdem hätte das zu viel Zeit in Anspruch genommen. „Wir stehen zu unserer Entscheidung. Auch heute, zwei Tage nach dem Vorfall, würden wir alles genauso machen", sagt Thane Maynard.

Mutter: Junge geht es gut

Auch die Mutter des Kleinen hat sich inzwischen öffentlich zu Wort gemeldet. Michell Gregg schreibt auf Facebook: „Danke an alle, die meinem Jungen und mir geholfen haben. Meinem Sohn geht es gut. Er hat nur einer leichte Gehirnerschütterung und ein paar Hautabschürfungen." Auch auf die Vorwürfe, sie habe ich Aufsichtspflicht verletzt, geht Gregg ein. "Jeder, der mich kennt, weiss, dass ich immer gut auf mein Kind aufpasse." Aber es gebe immer Momente, wo man unkonzentriert sei.

Die Polizei plant derzeit keine Ermittlungen wegen unterlassener Sorgfaltspflicht.

Dierk Sindermann/RND/zys

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