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Secret-Service-Chefin tritt zurück

Sicherheitslücke im Weißen Haus Secret-Service-Chefin tritt zurück

Jüngst gab es eine regelrechte Pannenserie bei der Bewachung von 
US-Präsident Barack Obama durch den Secret Service. Als Konsequenz ist nun die Chefin der Leibwache von US-Präsident Barack Obama zurückgetreten.

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Dunkle Brille, bewegungslose Mundwinkel, schwarzer Anzug mit Krawatte. Wer beim Secret Service arbeitet, steht für Seriosität, Contenance und heldenhafte Rettungsaktionen.

Quelle: dpa

Washington. Dunkle Brille, bewegungslose Mundwinkel, schwarzer Anzug mit Krawatte. Wer beim Secret Service arbeitet, steht für Seriosität, Contenance und heldenhafte Rettungsaktionen – zumindest in Hollywoodfilmen. Länger als ein Jahrhundert lang gibt es den Secret Service schon. Doch in den vergangenen Jahren sind die Personenschützer eher durch Fehltritte aufgefallen statt durch heroische Taten.

Jüngst gab es nun eine regelrechte Pannenserie bei der Bewachung von 
US-Präsident Barack Obama. Neuster Höhepunkt: Nach einem Bericht der „Washington Post“ vom Dienstag hielt sich während Obamas Besuch bei der Seuchenbehörde CDC in Atlanta ein vorbestrafter Mann mit einer Waffe gemeinsam mit dem Präsidenten in einem Aufzug auf. Der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma fiel erst auf, als er zahlreiche Fotos von Obama „ziemlich unprofessionell“ mit seinem Smartphone schoss. Als sich der Secret Service umgehend beim direkten Vorgesetzten des Mannes beschwerte, erlebten die Agenten die nächste böse Überraschung. Zwar wurde der Mann von seinem Chef „auf der Stelle gefeuert“. Als er seinem Vorgesetzten die Dienstwaffe ausgehändigt habe, seien die Leibwächter Obamas „überrascht“ gewesen, da sie diese überhaupt nicht bemerkt hätten. Nach den Sicherheitsvorgaben des Secret Service dürfen sich keine Bewaffneten außer den Leibwächtern in unmittelbarer Nähe des US-Präsidenten aufhalten.

Ein ähnlicher Fauxpas hatte sich erst vor zwei Wochen ereignet, als ein obdachloser Irak-Kriegsveteran über den Sicherheitszaun des Weißen Hauses geklettert und in das Gebäude gestürmt war. Aufgehalten wurde er nicht – im Gegenteil: Er konnte ungehindert bis in die Empfangsräume des US-Präsidenten vordringen, war mit einem Messer bewaffnet, und in seinem Auto fanden Ermittler später zwei Beile, eine Machete und 800 Schuss Munition. Nur ein paar Schritte weiter, und der Mann hätte in Obamas Privaträumen gestanden.

Die Chefin der Leibwache von US-Präsident Barack Obama ist nach dieser Pannenserie zurückgetreten. Julia Pierson, Chefin des Secret Service, habe den Rücktritt angeboten und das Ministerium für Heimatschutz habe den Schritt akzeptiert, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Matthias Pöls

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