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Notfallplan vom Flughafen Köln/Bonn im Internet

Sicherheitspanne Notfallplan vom Flughafen Köln/Bonn im Internet

Der Flughafen Köln/Bonn hat nach ZDF-Recherchen seinen geheimen Notfallplan monatelang auf der eigenen Website präsentiert. Der Plan enthält detaillierte Anweisungen zum Umgang mit Terroranschlägen, Bombendrohungen oder Geiselnahmen. Mittlerweile wurde er entfernt.

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Der Flughafen Köln/Bonn hat seinen geheimen Sicherheitsplan im Netz veröffentlicht.

Quelle: Oliver Berg/dpa

Köln. Zu einer schweren Sicherheitspanne ist es nach ZDF-Recherchen am Flughafen Köln/Bonn gekommen. Monatelang konnte jeder den Notfall für Bedrohungslagen auf der Website des Flughafens lesen. Der als vertraulich und nur für den Dienstgebrauch eingestufte Plan enthält nicht nur Anweisungen für den Umgang mit Naturkatastrophen und Flugunfällen, sondern auch detaillierte Anweisungen zum Umgang mit Terroranschlägen, Bombendrohungen oder Geiselnahmen sowie genaue Beschreibungen von Sammelstellen für Passagiere in Notsituationen, berichtet das ZDF.

IS nannte Flughafen als mögliches Anschlagsziel

Besonders brisant an der Sicherheitslücke ist, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) den Flughafen Köln-Bonn vor einigen Monaten als mögliches Anschlagsziel in Deutschland genannt hatte. Im Netz kursierte eine Fotomontage auf dem einen bewaffneten IS-Kämpfer vor dem brennenden Flughafen steht. Daneben steht geschrieben: "Was deine Brüder in Belgien schaffen, schaffst du auch"

Notfallplan aus dem Netz entfernt

Die Betreibergesellschaft des Flughafens – der aus einem zivilen und einem militärischen Teil besteht – entfernte den Notfallplan laut ZDF am Mittwochnachmittag aus dem Internet, nachdem sie von dem Sender zu dem Sachverhalt befragt wurde. Ein Flughafensprecher erklärte, es sei nur ein Auszug aus dem Notfallplan öffentlich geworden, der lediglich allgemeine Informationen beinhalte, aber "keine detaillierten Prozesse oder sensiblen Informationen zu Maßnahmen im Notfall". So seien etwa die darin aufgeführten Telefonnummern öffentlich. Der detaillierte Notfallplan sei nur einem sehr kleinen Personenkreis zugänglich. "Der Flughafen bedauert, dass der Auszug aus dem Notfallplan öffentlich zugänglich war und wird alle wesentlichen Fragen mit Hochdruck klären", heißt es in der Erklärung weiter.

dpa/afp

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