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Panorama Sind das die Attentäter von Brüssel?
Nachrichten Panorama Sind das die Attentäter von Brüssel?
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08:55 23.03.2016
"Wer kennt diesen Mann?" Die belgische Polizei fahndet nach dem Mann mit Hut (re.), die anderen beiden könnten die Selbstmordattentäter sein. Quelle: BELGIAN FEDERAL POLICE/dpa
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Brüssel/Hannover

Drei Männer mit Gepäckwagen, zwei an der jeweils linken Hand mit schwarzen Handschuhen, einer trägt Kinnbart, Sonnenbrille, helle Jacke und dunklen Hut. Das Foto wurde von einer Überwachungskamera im Brüssler Flughafen gemacht. Sind das die Attentäter, die in der Abflughalle mit Schusswaffen und Sprengsätzen Dutzende Menschen töteten und verletzten?

Die belgische Polizei geht zumindest bei dem Hutträger von einem dringenden Tatverdacht aus und hat ein Fahndungsfoto herausgegeben. „TERRORISMUS Wer erkennt diesen Mann?“, stand über dem Bild unter der Überschrift „Fahndungsaufruf“ in einer Mitteilung im Kurznachrichtendienst Twitter. Weitere Details zu dem Mann nannte sie bislang nicht.

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Laut „Bild“-Zeitung soll er den Behörden allerdings bekannt gewesen sein. Er sei wegen eines Besuchs in Mekka 2015 auffällig geworden und soll, wie das Blatt weiter berichtet, über die Fahrzeughalterschaft eines blauen Audi S4 identifiziert worden sein. Der Mann ist auf der Flucht. Womöglich sogar nach Deutschland, wie die „Bild“ wegen der verschärften Grenzkontrollen spekuliert?

Was wir bisher über die Anschläge wissen – und was nicht: Das lesen Sie hier.

Terror in Belgien: Eine Zusammenfassung der Ereignisse finden Sie hier.

Der Tag, an dem ich einen guten Freund verlor: Ein Bericht unseres Korrespondenten Detlef Drewes.

Bei den anderen beiden könnte es sich nach Angaben des obersten belgischen Staatsanwalts Frédéric Van Leeuw um die mutmaßlichen Selbstmordattentäter handeln. Darauf könnten die Handschuhe hinwiesen, unter denen sie möglicherweise die Zünder verborgen haben könnten.

Attentäter offenbar identifiziert

Einen Tag nach den Anschlägen wurden die Attentäter dann offenbar identifiziert. Laut einem Medienbericht handelt es sich um zwei Brüder namens El Bakraoui, die aus Brüssel stammten. Das berichtete der Rundfunksender RTBF am Mittwoch unter Berufung auf die Polizei. 

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Am Flughafen und in der U-Bahn von Brüssel haben sich mehrere Explosionen ereignet. Es gab mehrere Tote und etliche Verletzte. Die Terrorwarnstufe in Belgien wurde auf die höchste Stufe angehoben

Am späten Dienstagachmittag wurde auf einer dem sogenannten „Islamischen Staat“ nahestehenden Nachrichtenagentur ein Bekennerschreiben zu den Anschlägen veröffentlicht. Demnach habe eine „Sicherheitsbrigade“ mit „Sprengstoffgürteln und Sprengsätzen sowie Gewehren“ Brüssel angegriffen. Van Leuww wollte sich nicht darauf festlegen, ob die Bekennerschaft authentisch ist.

Experten glauben nicht an Rachefeldzug

Allerdings spricht vieles für die These. Zum einen das Muster der Anschläge, die sehr dem Vorgehen von IS-Terroristen in Paris vom November 2015 gleichen. Zum anderen gilt Brüssels Stadtteil Molenbeek als Stützpunkt und Rückzugsort von Sympathisanten und Terroristen des IS.

Erst vorige Woche hatte die belgische Polizei den Drahtzieher von Paris, Salah Abdeslam, dort verhaftet. Zwei seiner mutmaßlichen Komplizen, Najim Laachraoui (24) und Mohamed Abrini (31), werden namentlich gesucht.

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ISTANBUL - Januar 2016:Ein Selbstmordattentäter der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reißt im historischen Zentrum Istanbuls zwölf Deutsche mit in den Tod. Der Angreifer zündet die Bombe mitten in einer deutschen Reisegruppe nahe der Hagia Sophia und der Blauen Moschee.

Insofern kam am Dienstag schnell die These auf, dass es sich bei den Anschlägen von Brüssel um einen Rachefeldzug handeln könnte. Terrorexperten sagen jedoch, dass die koordinierte Attacke mit Sprengstoff und Waffen im Flughafen und wenig später der U-Bahn nicht übers Wochenende hätte geplant werden können.

Vielmehr sei es denkbar, dass nur Zeitpunkt und Ausmaß des Anschlags im Zusammenhang mit der Verhaftung Abdeslams stehen könnte.

Von Rüdiger Ditz

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