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Sitzengelassene Passagiere erheben Vorwürfe

Eurowings Sitzengelassene Passagiere erheben Vorwürfe

Warum hat ein Eurowings-Pilot 70 Passagiere am Flughafen Düsseldorf sitzen gelassen? Die Schilderungen von betroffenen Passagiere wecken Zweifel an der Erklärung der Fluggesellschaft. Eurowings bleibt jedoch bei seiner Darstellung - und denkt laut über eine zusätzliche Entschädigung nach.

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Ein Flugzeug der Gesellschaft Eurowings.

Quelle: dpa

Düsseldorf. Es war eines der Aufregerthemen des Wochenendes: Ein Pilot der Fluggesellschaft Eurowings hatte am Freitagabend am Flughafen Düsseldorf die Hälfte seiner etwa 140 Passagiere stehen gelassen und so für einen Polizeieinsatz gesorgt.

Die Gesellschaft verteidigte danach ihren Piloten. Er habe vor Einsetzen des Nachtflugverbotes weiterfliegen wollen, so eine Eurowings-Sprecherin. "Weil es zeitlich eng wurde, musste die Maschine ohne sie abheben", sagte die Sprecherin.

52 Minuten Zeit

Betroffene Passagiere wecken mit ihren Aussagen nun Zweifel an der Darstellung: Zeit sei demnach ausreichend vorhanden gewesen,  heißt es in Medienberichten. Ein Fluggast, der nicht mitfliegen durfte, betont, dass er mit dem Bus um 21.08 Uhr am Flieger gewesen sei - und damit fast eine Stunde vor dem ab 22 Uhr geltenden Nachtflugverbot. "Selbst wenn man wegen bestehender Regeln bereits um 21.50 Uhr startklar sein muss, so wären 42 Minuten doch ausreichend gewesen, um alle Passagiere vom Bus neben dem Flugzeug ins Flugzeug zu bringen", betont der verhinderte Passagier gegenüber RP-Online.

Gutschein als Entschädigung?

Eurowings bleibt bei seiner Erklärung und erweitert sie durch ein zusätzliches Missverständnis. "Der Pilot ist davon ausgegangen, dass er auf den zweiten Bus 17 bis 20 Minuten warten müsste. Gemeinsam mit der Verkehrsleitung von Eurowings in Köln habe er entschieden, zu fliegen und so wenigstens einen Teil der Passagiere noch nach Dresden zu befördern", sagt ein Sprecher.

70 Fluggäste waren betroffen. Sie wurden entweder mit Bussen zum Ziel Dresden gefahren oder in einem Hotel untergebracht, ehe sie dann am nächsten Tag nach Dresden fliegen konnten.

Den betroffenen Fluggästen steht eine gesetzliche Entschädigung von 250 Euro zu. Eurowings prüft nun offenbar, sich darüber hinaus zu entschuldigen. Laut Medienberichten erwägt die Gesellschaft den betroffenen Passagieren zusätzlich Gutscheine auszustellen.

zys/RND

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