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Skurrile Krimis: Goldener Keks, eine Biene und Bernd das Brot
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Krümelmonster als Täter Skurrile Krimis: Goldener Keks, eine Biene und Bernd das Brot

Der goldene Keks ist weg. Der Fall mit dem angeblichen Krümelmonster-Bekennerschreiben ist nicht der erste Diebstahl, bei dem ein Wahrzeichen oder Maskottchen verschwindet. Eine Biene aus dem Münsterland reiste sogar um die Welt.

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Biene "Emma", Krümelmonster und "Bernd das Brot".

Quelle: dpa

Berlin. Für den Firmenchef ist die Angelegenheit mit dem Krümelmonster nicht zum Lachen. „Wir wollen den Keks zurückhaben“, sagt Werner M. Bahlsen. Das Wahrzeichen des Gebäckherstellers vom Stammhaus in Hannover ist seit Wochen verschwunden. Dann tauchte plötzlich ein mit „Krümelmonster“ unterzeichneter Bekennerbrief auf sowie ein Foto mit einem Menschen in einer Art Krümelmonster-Kostüm und einem goldenen Keks in den Monsterklauen.

Doch das Unternehmen will sich nicht erpressen lassen, verspricht jedoch 52 000 Packungen für 52 soziale Einrichtungen - wenn das 100 Jahre alte vergoldete Kunstwerk zurückkehrt. Die Polizei ermittelt. Auch am Donnerstag gab es noch keine heiße Spur. Inzwischen meldete sich auch das echte TV-Krümelmonster - laut NDR mit den Worten: „Das geht mir mächtig auf den Keks.“

Deutschland mag international als Heimat der Pedanten gelten, die als Fußgänger nachts an jeder roten Ampel stehen bleiben und sogar Vorschriften für den Besuch der Sauna haben. Aber es gibt auch eine Fraktion von Scherzkeksen, verschrobenen Kriminellen und Szene-Aktivisten. So wie im Prenzlauer Berg in Berlin, wo das Denkmal von Käthe Kollwitz in der Debatte um den Einfluss der Schwaben mit Spätzle beworfen wurde. Kurz danach bekam die Figur als Antwort eine goldene Krone.

Im Fall Bahlsen ist es jetzt nicht das erste Mal, dass ein Wahrzeichen oder Maskottchen verschwindet. Im Jahr 2009 traf es in Erfurt die Kinderkanal-Figur Bernd das Brot, immerhin 125 Kilogramm schwer und knapp zwei Meter groß. Zu dem Diebstahl bekannten sich Sympathisanten von Hausbesetzern. Gefunden wurde das Kunststoff-Brot im kalten Kellergewölbe einer verfallenen Kaserne.

„Wir werden Bernd keine Personenschützer zur Seite stellen können, aber das passiert nicht noch einmal“, versicherte die Stadtsprecherin damals. Im gleichen Jahr verschwand in Thüringen der Bundesgartenschau-Drache Bugalou. Ein Bürger gab ihn zwei Wochen später im Rathaus von Gera ab.

Eine Stoffbiene aus dem Münsterland trat 2008 eine lange Reise an, so wie der Globetrotter-Gartenzwerg im Kinofilm „Die fabelhafte Welt der Amélie“. Emma, das Maskottchen einer Kneipe von Borussia-Dortmund-Fans in Südlohn, schien zunächst entführt zu sein. Dann fand der Wirt einen Abschiedsbrief. Die Biene wolle ein Jahr lang eine Weltreise machen. Sie habe die Nase voll von dem ganzen Gequatsche über Fußball.

Ansichtskarten aus aller Welt trudelten ein: Emma vor dem Weißen Haus in Washington, in Las Vegas, in Panama. Hinter der Aktion steckten holländische Hobbypiloten, wie die Zeitung „De Telegraaf“ enthüllte. Die Rückkehr nach Südlohn wurde mit rotem Teppich, Stretchlimousine und Blitzlichtgewitter gefeiert.

Auch um internationale Wahrzeichen ranken sich skurrile Geschichten. In Kopenhagen amüsierten sich Spaziergänger im Jahr 2010 über die Kleine Meerjungfrau. Die Märchenfrau kehrte überraschend als Knochengerüst zurück, während das Original nach China ausgeliehen war. „Das Skelett gehört zur Art hydronymphus pesci (Nymphenfisch), die Ende des 17. Jahrhunderts ausgestorben ist“, hieß es in einer Erklärung eines Museums. Ein Aprilscherz.

Das Manneken Pis in Brüssel wurde in seiner bewegten Geschichte mehrfach vom Podest geholt. 1965 zerbrach der kleine Pinkel-Knabe nach einem Diebstahl und landete in einem Kanal. Das ging der belgischen Hauptstadt zu weit und sie beschloss, eine Kopie aufzustellen.

dpa

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