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"Snowzilla" fordert mindestens 16 Tote

Die USA versinken im Schnee "Snowzilla" fordert mindestens 16 Tote

Nach einem heftigen Schneesturm im Osten der USA mit mindestens 16 Toten haben Helfer am Sonntag mit den Aufräumarbeiten begonnen. Mit mehr als 60 Zentimeter Neuschnee hatte der "Snowzilla" das öffentliche Leben am Wochenende fast vollständig lahmgelegt. Rund 85 Millionen Menschen waren von dem Sturm betroffen.

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Auch in Washington brachten die Schneemassen den Verkehr zum Erliegen.

Quelle: dpa

Am Sonntag nutzten Einsatzkräfte eine Beruhigung der Wetterlage, um zugeschneite Straßen mit Spezialfahrzeugen zu räumen, schrittweise wurden die Fahrverbote aufgehoben. Auch der Flugverkehr normalisierte sich allmählich. Die Washingtoner Flughäfen Reagan National und Dulles sollten jedoch den ganzen Tag geschlossen bleiben. In New York kamen Menschen mit Schneeschuhen und Schlitten aus den Häusern. "Das ist super. Die Fußgänger haben die Macht übernommen", freute sich Andrew, der vorsichtig die Fifth Avenue hinunterlief. Zuvor waren jedoch in den Bundesstaaten New York, North Carolina, Virginia, Kentucky, Arkansas und Maryland Tote zu beklagen.

New York ruft Fahrverbot aus

Die meisten kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die New Yorker Stadtverwaltung rief die Einwohner zunächst auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Später erließen die Behörden ein Fahrverbot. Lediglich Rettungsdienste, Polizei und Feuerwehr durften noch auf den Straßen unterwegs sein. Während in New York die U-Bahn zunächst weiter fuhr, wurde auch der Bus- und Zugverkehr eingestellt. Washington traf die ungewöhnliche Entscheidung, den Nahverkehr bis Montagmorgen ganz einzustellen. Normalerweise transportiert die Metrorail etwa 700.000 Menschen am Tag. In der Bundeshauptstadt fielen bis Samstagabend 56 Zentimeter Neuschnee, die Schneedecke im New Yorker Central Park lag bei 64 Zentimetern - ein Niveau, das seit 1869 erst zwei Mal überschritten worden war. Die Vorführungen am Broadway wurden gestrichen, Museen und Geschäfte waren geschlossen, Sportveranstaltungen wurden verschoben. Zahlreiche Autofahrer blieben stundenlang im Schnee stecken. In Kentucky bildete sich auf der eisglatten Autobahn 117 ein 60 Kilometer langer Stau.

In Lower Manhatten, New York, griffen die Menschen am Wochenende zu "Big Foot"-Skiern, um sich durch die Schneemassen zu kämpfen.

Quelle: dpa

200.000 Menschen ohne Strom

 Pannen gab es nicht zuletzt durch das Gewicht des Schnees auf den oberirdisch verlegten Elektrizitätsleitungen. Die Behörden aktivierten rund 2200 Angehörige der Nationalgarde für Notfalleinsätze. Insgesamt war von dem Wintersturm "Jonas" mehr als ein Viertel der Gesamtbevölkerung der USA betroffen. Der Wetterdienst NWS hatte vor "einer Bedrohung für Leben und Besitztümer" gewarnt und eine Blizzardwarnung für das Gebiet von Washington bis New York ausgerufen. New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio hatte gesagt, zu erwarten sei "sehr wahrscheinlich einer der schlimmsten Schneestürme in der Geschichte des Landes". Für die Stadt New York und den gleichnamigen Bundesstaat wurde der Notstand ausgerufen.

Ein Gruppe Männer spielt Fußball in den Schneemassen in Brooklyn, New York City.

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In Washington könnte der Wintersturm "Jonas" einen Schneerekord aus dem Jahr 1922 brechen. Der NWS warnte, der Sturm könnte insgesamt Schäden von einer Milliarde Dollar (gut 925.000 Euro) verursachen. Die Bewohner der betroffenen Gebiete hatten sich mit Hamsterkäufen auf den Schneesturm vorbereitet. Schulen und Behörden blieben in Washington schon am Freitag geschlossen. "Es gibt keinen Grund, draußen zu sein", sagte Bürgermeisterin Muriel Bowser. Auch Polizeichefin Cindy Lanier rief angesichts schlechter Sichtverhältnisse auf, daheim zu bleiben. 

afp

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