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Panorama So schmeckt der "Insektenburger"
Nachrichten Panorama So schmeckt der "Insektenburger"
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07:50 10.03.2016
Max Krämer und Baris Özel haben den Insektenburger entwickelt. Quelle: dpa
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Brüssel/Osnabrück

Insekten zu essen ist für Milliarden Menschen auf der Welt ganz normal. In Europa ekeln sich viele davor. Dabei sehen Wissenschaftler in Insekten als Nahrungsmittel viele Vorteile - sie sind reich an Proteinen und gesunden Fetten, und ihre Zucht ist deutlich klimafreundlicher als die der meisten anderen Tiere. Die Jungunternehmer Max Krämer und Baris Özel finden jedenfalls: "Insekten schmecken einfach gut." Die beiden verdienen allerdings auch an ihnen.

Alles eine Frage der richtigen Larve, meinen die Osnabrücker. Sie haben einen Burger entwickelt, der gemahlene Buffalowürmer - die Larven des Getreideschimmelkäfers - enthält. Bislang gibt es den "Bux Burger" nur in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Wie schmeckt er – und wie fühlt sich der Esser dabei? Eine Annäherung gibt es in unserer Fotostrecke.

Ein Burger aus gemahlenem Buffalowurm. Also aus Käferlarven. Bislang gibt es diese Kreation eines Osnabrücker Start-ups nur in der belgischen Hauptstadt Brüssel. Wie schmeckt der Insektenburger? Eine Annäherung in sechs Schritten.

Insekten als Nahrungsmittel

  • Für fast zwei Milliarden Menschen auf der Welt gehören Insekten zur täglichen Nahrung - vor allem in Afrika, Asien und Australien. In Europa sind gegrillte, frittierte oder gedünstete Grillen, Maden, Würmer oder Ameisen bislang eher ein Partygag.
  • In der EU gelten Insekten als neuartige Lebensmittel ("novel food"). Sie müssen zunächst auf ihre Verträglichkeit getestet werden. Der Vertrieb einiger Insektenarten ist mittlerweile erlaubt, solange es sich um ganze Tiere handelt.
  • Verarbeitete Insekten - etwa gemahlen wie im "Bux Burger" mit Osnabrücker Wurzeln - sind noch nicht europaweit zugelassen. Allerdings sind die Gesundheitsbehörden nicht in jedem Land gleich streng. Den Insektenburger gibt es daher in zwei Restaurants der belgischen Hauptstadt Brüssel.
  • Insekten sind laut UN-Welternährungsorganisation (FAO) gesund und nahrhaft, reich an Proteinen und gesunden Fetten, besitzen viel Kalzium, Eisen und Zink. Ihre Aufzucht ist deutlich weniger klimaschädlich als die der meisten anderen Tiere und belastet das Grundwasser weniger. Zudem sind Insekten gute Futterverwerter: Um dieselbe Menge an Proteinen zu erzeugen, benötigen Grashüpfer zwölfmal weniger Nahrung als Rinder und halb so viel wie Schweine oder Hähnchen.

dpa/zys

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