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Behördenchef soll Suizid begangen haben

Erdrutsch in Shenzhen Behördenchef soll Suizid begangen haben

Chinas Polizei meldet den Tod eines Mannes, der eine Bauschutthalde in Shenzhen beaufsichtigen sollte. Sie war vor einigen Tagen eingestürzt, dabei starben viele Menschen, Dutzende werden noch vermisst. Angeblich war das Unglück vermeidbar.

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In Shenzhen war am 20. Dezember eine gewaltige Deponie für Bauschutt eingestürzt. Sieben Menschen wurden bisher tot aus den Trümmern geborgen, über 70 werden noch vermisst.

Quelle: CHINA OUT AFP PHOTO / STR

Shenzhen. Eine Woche nach dem Zusammensturz einer Bauschuttdeponie in Shenzehn soll der zuständige Behördenchef Suizid begangen haben. Die Polizeibehörde der Stadt teilte mit, der Leiter des Managementbüros für das Guangming-Industriegebiet sei von einem Haus in den Tod gestürzt. Unklar war am Montag zunächst, ob gegen den Beamten im Zusammenhang mit der Katastrophe ermittelt wurde.

75 Menschen werden vermisst

Bei dem Erdrutsch in Shenzhen, durch den mehr als 30 Gebäude verschüttet wurden, kamen nach offiziellen Angaben sieben Menschen ums Leben. 75 Menschen gelten indes noch als vermisst. Behörden zufolge ist es unwahrscheinlich, dass noch Überlebende gefunden werden. Zuvor hatten staatliche Medien mehrfach berichtet, das Unglück sei vermeidbar gewesen.

Ein Erdrutsch hat in Shenzhen (Südchina) mehrere Häuser unter sich begraben. Nur wenige Menschen konnten gerettet werden. Die Überlebenschancen der Verschütteten seien gering, teilte die Feuerwehr mit.

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Laut der Zeitung des für Bodenschätze zuständigen Ministeriums stammte die Lawine von einer Bauschutthalde in einem alten Steinbruch, die unsachgemäß befüllt worden war. Der Erd- und Schuttberg erreichte eine Höhe von hundert Metern, bevor er sich durch heftigen Regen in eine gigantische Schlammlawine verwandelte und sich über ein Industriegebiet von Shenzhen ergoss.

Bericht über Beamten wurde gelöscht

Die städtischen Ordnungskräfte, die in China als Chengguan bekannt sind, sind für die Einhaltung von Recht und Ordnung zuständig, etwa was Verkaufsstände oder das Halten von Haustieren angeht. Wegen ihres oft brutalen Vorgehens haben sie in den vergangenen Jahren jedoch einen zunehmend schlechten Ruf bekommen.

Mehr als 60 Stunden liegt der 19-Jährige Tian Zeming in Shenzhen (China) unter Geröllmassen begraben, bis ihn Retter lebend aus den Trümmern ziehen. Für einen weiteren Mann kommt dagegen jede Hilfe zu spät.

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2013 etwa wurde ein Wassermelonen-Verkäufer von einem Chengguan zu Tode geprügelt. Einem Bericht zufolge, der später gelöscht wurde, war der Stadtbeamte, der sich nun das Leben genommen hat, für die Aufsicht über die Befüllung der Bauschutthalde in Shenzhen zuständig.

afp/dpa

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