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Zahl der Verkehrstoten erneut gestiegen

Statistisches Bundesamt Zahl der Verkehrstoten erneut gestiegen

Die Zahl der in Deutschland tödlich Verunglückten ist zum zweiten Mal infolge angestiegen. 3475 Menschen verloren 2015 ihr Leben auf der Straße. Statistiker nennen auch einen Grund dafür: das Wetter.

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Ein Kreuz steht im Landkreis Hildesheim (Niedersachsen) an einer Landstraße. Hier wird an einen Verkehrsunfall erinnert.

Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Wiesbaden. Einmal aufs Handy geguckt, beim Überholmanöver verschätzt oder einfach die rote Ampel übersehen: Ein Unfall kann sehr schnell passieren. Oftmals bleibt es bei Blechschäden. Doch immer wieder verlieren Menschen auf deutschen Straßen ihr Leben. Im vergangenen Jahr starben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3475 Menschen. Das sind 2,9 Prozent mehr als noch 2014. Auch die Zahl der Verletzten habe sich erhöht, und zwar um 1,1 Prozent auf rund 393.700. Die Polizei nahm 2015 rund 2,5 Millionen Unfälle auf, ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Niedersachsen im Bundesvergleich auf Platz vier

Im bundesweiten Vergleich verunglückten 2015 die meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen. 76.571 Unfallopfer zählt die Statistik. Die wenigsten Zwischenfälle gab es demnach mit 4035 Verunglückten in Bremen. Niedersachsen landet mit einer Zahl von 43.386 auf dem Negativ-Platz vier.

In Brandenburg gibt es die meisten Verkehrstoten

Gemessen an der Einwohnerzahl ist das Risiko, tödlich zu verunglücken, in Brandenburg mit 73 Todesopfern je 1 Million Einwohner am größten. Über dem Bundesdurchschnitt von 43 Verkehrstoten je 1 Million Einwohner lagen auch Sachsen-Anhalt (65), Niedersachsen (59) und Mecklenburg-Vorpommern (58).

1970 starben noch 21.000 Menschen im Straßenverkehr

Als Grund für den Anstieg nennen Statistiker das Wetter: Besonders der milde Winter und ein sehr warmer, trockener Frühling hätten eine Rolle gespielt: "Bei günstigen Witterungsbedingungen wird mehr und häufig schneller gefahren", teilte das Bundesamt mit. Im langjährigen Vergleich seien die Zahlen aber weiter recht niedrig, heißt es in einer Mitteilung des Bundesamtes. So wurde etwa 2013 mit 3339 tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmern der niedrigste Stand seit 1950 erreicht. Die höchste Zahl hatte es 1970 gegeben - damals waren 21.000 Menschen im Straßenverkehr ums Leben gekommen.

dpa

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Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD).

457 Menschen starben 2015 nach Unfällen auf Niedersachsens Straßen - das sind elf Personen oder 2,5 Prozent mehr als im Jahr davor. Hauptursache für schwere Unfälle ist zu schnelles Fahren. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) fordert deshalb höhere Bußgelder fürs Rasen.

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