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Stiefvater prügelte Dreijährigen tot

Geständnis vor Gericht Stiefvater prügelte Dreijährigen tot

Mit einem Teilgeständnis hat der Prozess um den Tod des dreijährigen Alessio in Freiburg begonnen. Der Stiefvater gestand, das Kind geschlagen zu haben. Zusätzliche Misshandlungsvorwürfe wies er zurück.

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Auf dem Weg ins Landgericht Freiburg: Der 33-jährige angeklagte Stiefvater.

Quelle: dpa

Freiburg. Im Prozess um den qualvollen Tod des kleinen Alessio hat der angeklagte Stiefvater ein Geständnis abgelegt. Er habe dem nackt auf dem Boden liegenden Dreijährigen zwei- bis dreimal mit der Faust in den Bauch geschlagen, sagte der 33-Jährige zum Prozessauftakt am Dienstag. Alessio starb kurze Zeit später an den Verletzungen. Er könne sich die Tat bis heute nicht erklären, sagte der Landwirt. Vermutlich habe er aus Angst vor dem Jugendamt und aus Überforderung gehandelt.

Alle weiteren Vorwürfe, er habe Alessio über einen Zeitraum von mindestens eineinhalb Jahren hinweg mehrfach geschlagen und schwer misshandelt, wies der Stiefvater zurück. Auch seine eigene Tochter, die jüngere Halbschwester Alessios, habe er nie geschlagen. Das Mädchen kam inzwischen in eine Pflegefamilie.

"Vielzahl körperlicher Übergriffe"

Die Tat hatte sich Mitte Januar auf dem Bauernhof der Familie in Lenzkirch bei Freiburg ereignet. Seit Dienstag muss sich der Stiefvater vor dem Landgericht in Freiburg verantworten.

"Alessio war einer Vielzahl körperlicher Übergriffe ausgesetzt", sagte Staatsanwalt Klaus Hoffmann.

Bereits im Juni 2013 hatte es einen ersten Verdacht der Kindesmisshandlung gegeben. In der Kritik steht in dem Fall das Jugendamt. Es soll Warnungen ignoriert und Alessio nicht ausreichend geschützt haben. Denn die Behörde betreute die Familie bereits länger. Und obwohl Kinderärzte und Staatsanwälte davor warnten, ließ die Behörde das Kind in der Familie.

Bei einer Verurteilung drohen dem Angeklagten bis zu 15 Jahre Haft.

dpa/zys

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