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Panorama Gericht muss Masern-Wette entscheiden
Nachrichten Panorama Gericht muss Masern-Wette entscheiden
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16:36 16.02.2016
David Bardens streitet vor dem Gericht um 100.000 Euro, die ein Biologe für den Nachweis von Masernviren ausgelobt hatte.  Quelle: Karl-Josef Hildenbrand /dpa
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Stuttgart

Ein skurriler Streit um die Existenz von Masernviren wird am Dienstag vor dem Oberlandesgericht in Stuttgart fortgesetzt. Ein Impfgegner vom Bodensee hatte im Internet demjenigen eine Prämie von 100.000 Euro versprochen, der die Existenz und die Größe von Masernviren mit Hilfe von wissenschaftlichen Publikationen belegen könne.

Ein Arzt aus dem Saarland machte genau das, forderte die Summe ein – bekam aber kein Geld. Vor einem Jahr verurteilte das Landgericht Ravensburg den Impfgegner vom Bodensee zur Zahlung der Wettschulden. In seiner umfangreich begründeten Berufung machte der Unterlegene geltend, dass seine Voraussetzungen für den Nachweis des Virus nicht überprüft worden seien.

dpa

Selten so viele Masernfälle wie 2015

Im vergangenen Jahr hat es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Deutschland so viele Masernerkrankungen gegeben wie selten zuvor. 2465 Fälle sind dem Institut gemeldet worden, wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte. Die Zahl der Fälle schwanke stets sehr. So registrierte das RKI im Jahr 2014 nur 442 Erkrankungen, 2012 sogar nur 165. Dazwischen, im Jahr 2013, waren es 1769. Auch im Jahr 2006 war die Zahl mit 2308 Fällen vergleichsweise hoch. Die Meldepflicht gibt es erst seit dem Jahr 2001.

dpa

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