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Mieter führen mit geschmacklosem Video durch Pistorius-Villa

Entrüstung in Südafrika Mieter führen mit geschmacklosem Video durch Pistorius-Villa

Die zwei Nachmieter der Villa in Pretoria, in der Oscar Pistorius im Februar 2013 seine Freundin getötet hatte, haben sich mit einem geschmacklosen Video der Öffentlichkeit präsentiert: Spottend und mit Dosenbier in der Hand zeigen die Südafrikaner das Anwesen - einschließlich des Tatorts.

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Die Pistorius-Villa in Pretoria kurz nach der Tat. Mittlerweile wurde das Haus verkauft - für die neuen Mieter ein idealer Ort für Partys.

Quelle: afp

Pretoria. Wie örtliche Medien am Montag berichteten, zeigen die beiden südafrikanischen Geschäftsmänner David Scott und Kagiso Mokoape in dem YouTube-Video das Anwesen einschließlich der Toilette, in der die Tat passierte. Lässig halten die zwei Männer Bierdosen in der Hand, machen Witze - und loben das Haus als idealen Ort für Partys.

"Das ist ganz eindeutig ein Haus für Partys. Oscar hat es dafür gebaut", sagt der 33-jährige Scott in dem Video, während er eine Bierdose in der Hand hält. "Scharfe Mädchen" seien willkommen. Sein zehn Jahre jüngerer Geschäftspartner Mokoape fügt hinzu, sie wollten in dem Haus nun jedes Wochenende feiern. Ausführlich zeigen die beiden Männer in dem Video auch das Badezimmer mit der separaten Toilette, in der Reeva Steenkamp getötet wurde. Dabei schildert Scott seine Sicht des Vorfalls, nach der Pistorius seine Freundin nach einem Streit erschossen hatte.

Der unterschenkelamputierte ehemalige Sprintstar beteuerte stets, seine Freundin für einen Einbrecher gehalten und sie in Panik erschossen zu haben. Im Oktober 2014 wurde er wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt, doch startet im November auf Antrag der Staatsanwaltschaft ein Berufungsprozess. Sie will in zweiter Instanz eine Verurteilung wegen Mordes erreichen. Die Anwältin von Pistorius' Angehörigen, Anneliese Burgess, bezeichnete das Video gegenüber der Zeitung "The Star" als "bizarr".

Nach Angaben der Internetseite News24 entschuldigte sich David Scott inzwischen für den Auftritt. Das Video habe eine "total falsche Botschaft" vermittelt. Pistorius hatte die Villa verkauft, unter anderem, um die Rechtsanwaltskosten zahlen zu können.

afp/so

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