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Supermarkt bläst Spinnen-Alarm nach fünf Tagen ab

Giftiges Tier Supermarkt bläst Spinnen-Alarm nach fünf Tagen ab

In Sicherheit gebrachte Kunden, Kammerjäger im Großeinsatz: Fünf Tage lang versetzt eine kolumbianische Spinne einen saarländischen Supermarkt in Aufregung. Was bleibt? Weniger Geld in den Kassen und die Frage, ob sich der Aufwand überhaupt gelohnt hat.

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Der Spinnenalarm in einem saarländischen Supermarkt ist beendet, obwohl die Bananenspinne verschwunden bleibt.

Quelle: dpa

Sie kletterte aus einer kolumbianischen Bananenkiste und verschwand: Eine große Exoten-Spinne hat in einem saarländischen Supermarkt fünf Tage lang Angst und hektische Aktivität verbreitet. Das Tier war am Freitag entwischt und ist seither nicht mehr gesehen worden.

Ein Mitarbeiter wollte das Krabbeltier erkannt haben - als Bananenspinne: exotisch, giftig und bis zu 13 Zentimeter groß. Der Eigentümer des Marktes in Bexbach, die Kette Real, reagierte schnell. Der Laden wurde evakuiert, Zoologen und Kammerjäger standen mit Rat und Tat zur Seite. Erst am Mittwoch öffnete das Geschäft seine Türen wieder. Das Unternehmen glaubt, dass die Spinne tot ist.

Unterm Strich bleibt ein nicht unerheblicher Umsatzverlust. Genaue Zahlen will Real zwar nicht nennen, doch dem Unternehmen sind wegen des achtbeinigen Tieres vier Verkaufstage entgangen. Dazu kommen nach Angaben von Unternehmenssprecher Albrecht von Truchseß die Kosten für die Entsorgung von Lebensmitteln.

Unklar ist, ob Real den Einsatz der Schädlingsbekämpfer bezahlen muss, die am Wochenende den gesamten 5000-Quadratmeter-Markt mit Chemikalien eingenebelt hatten. Zusätzlich wurde noch ein Labor beauftragt. Es sollte Rückstände des Giftes ausschließen, das gegen die Spinne eingesetzt worden war.

Aber war der Exot überhaupt gefährlich? Das ist unklar und wird wohl auch nicht mehr geklärt werden können. Denn Überreste des Tieres wurden nicht gefunden. Möglich ist, dass gar keine kolumbianische Riesenspinne, sondern ein etwas größeres, im Saarland heimisches und ungiftiges Tier in dem Supermarkt unterwegs war. «Das werden wir wahrscheinlich nicht mehr feststellen können», sagt Real-Sprecher von Truchseß. Die Sicherheit der Kunden sei in dem Fall vorgegangen.

Dass Spinnen und ähnliche Tiere in Transportkisten aus Übersee landen und die Fahrt zum Graus ihrer Finder überstehen, ist keine Seltenheit. So gelangte im April eine handtellergroße Vogelspinne in einer Bananenkiste über einen oberbayerischen Supermarkt in den Kofferraum eines Autos. Und erst vergangene Woche schaffte es ein fünf Zentimeter langer Skorpion in die Küche einer Frau aus Heidelberg. Er hatte sich in Karottenkraut verkrochen und soll nun eine neue Heimat im Frankfurter Zoo finden.

Auch in Supermärkten lösen Spinnen häufiger Aufregung aus. Immer wieder kommt es vor, dass sie ihr Netz vor Bewegungsmeldern spinnen - und damit die Alarmanlage auslösen. Großeinsätze wie in Bexbach sind aber eher selten.

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