Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Ex-Sowjetrepublik setzt Vornamen auf den Index

Neues Gesetz geplant Ex-Sowjetrepublik setzt Vornamen auf den Index

Mit der freien Namenswahl für Neugeborene soll es in der Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan bald vorbei sein. Varianten aus dem Russischen und Arabischen sollen auf den Index kommen. Es soll aber auch Ausnahmen geben – etwa für Vornamen wie Mohammed, Hussein oder Fatima.

Voriger Artikel
Eagles of Death Metal zurück in Paris
Nächster Artikel
„Han Solo ist der Alte – nur noch besser“

Derzeit populäre tadschikische Namen sind derzeit Sitora (Stern) für Mädchen, Dschachongir oder Bachodur (der Starke) für Jungen.

Quelle: dpa/Symbolfoto

Duschanbe. Die Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan in Zentralasien will Vornamen ausländischer Herkunft für Neugeborene verbieten. Eltern sollen künftig aus einem Register von 4000 bis 5000 modernen und alten tadschikischen Namen wählen können. Das Parlament in der Hauptstadt Duschanbe soll das Gesetz noch in diesem Jahr ändern.

Der autoritäre Staatschef Emomali Rachmon hatte sich schon vor Jahren beschwert über russische Wörter wie Wolk (Wolf) und Topor (Axt) als Vornamen, "die uns und alle anderen verschrecken".

Wasserwerk als Vorname

Der Vorstoß passt zu Rachmons Bemühungen, die eigene Kultur des armen Gebirgslandes herauszustreichen. Auch Namen aus dem Arabischen sollen verschwinden, wobei in dem islamischen Land Ausnahmen für Vornamen wie Mohammed, Hassan, Hussein, Fatima oder Suchra gemacht werden.

Derzeit populäre tadschikische Namen sind Sitora (Stern) für Mädchen, Dschachongir oder Bachodur (der Starke) für Jungen. "Die Änderungen sollen den Prozess der Namenswahl für neugeborene Kinder durch die Eltern regeln", sagte die Abgeordnete Chilolbi Kurbonsoda.

Auch Tiere oder Gegenstände dürfen nicht mehr als Namensgeber dienen. Seit in Tadschikistan das Wasserkraftwerk Rogun weitergebaut wird, sind für Jungen Vornamen wie Rogunscho und Schachrogun in Mode gekommen.

Einschränkungen gibt es auch in Deutschland

Einschränkungen bei der Wahl des Vornamens gibt es übrigens auch in Deutschland. Der Gesetzeslage zufolge haben Eltern zwar grundsätzlich das Recht, einen beliebigen Namen für ihren Nachwuchs auszusuchen. Gleichwohl können Standesämter eingreifen, um das Kind vor einer "unzumutbaren Namensgebung" durch die Eltern zu schützen.

Ben, Anna oder Fabian? Laaaaaangweilig. Auch bei der Namensgebung ihrer Kinder setzen viele Prominente lieber auf Ausgefallenes. Man ist ja schließlich Künstler - oder so etwas ähnliches. Hier eine Auswahl der schrägsten Vornamen der Promi-Kinder.

Zur Bildergalerie

Orts-, Tier- oder Markennamen sind beispielsweise verpönt. Auch muss die Geschlechterordnung passen: Jungen dürfen keine Mädchennamen tragen und umgekehrt, wobei es – genauso wie im Falle der Ortsnamen – auch Ausnahmen gibt. Mitunter endet die Vornamenswahl dann auch vor Gericht - und Richter entscheiden, ob der Name für das Neugeborene auch erlaubt ist.

dpa/zys

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Schräge Vornamen von Promi-Kindern

US-Rapper Kanye West und Kim Kardashian sorgen mal wieder für Erheiterung – mit der Wahl des Vornamens für ihr zweites Kind: "Saint", zu Deutsch "Heiliger" soll der Sohnemann heißen. Der Spott ist groß – dabei sind West/Kardashian nicht allein. Auch andere Promi-Paare wählten exquisite Namen.

mehr
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.