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Taucher bergen 100 Tote nach Wolga-Katastrophe

Schiffsunglück Taucher bergen 100 Tote nach Wolga-Katastrophe

Drei Tage nach der Wolga-Katastrophe haben Taucher mittlerweile 100 Leichen aus dem Wrack geborgen - darunter sind etwa 20 Kinder. Bei dem schwersten Schiffsunglück in Russland seit 25 Jahren waren 79 der schätzungsweise 200 Menschen an Bord gerettet worden.

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Bei dem Schiffsunglück der "Bulgaria" kamen mehr als 100 Menschen ums Leben.

Quelle: dpa

Moskau. Drei Tage nach dem schweren Schiffsunglück auf der Wolga in Russland haben Taucher mittlerweile 100 Leichen aus dem Wrack geborgen. Darunter seien etwa 20 Kinder. „Wir vermuten in dem gesunkenen Ausflugsschiff „Bulgaria“ weitere Tote“, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am Mittwoch nach Angaben der Agentur Interfax. Das Boot liege auf dem Grund auf der Seite und sei wegen der Dunkelheit in etwa 20 Metern Tiefe schwer zu durchsuchen. Die rund 750 Kilometer östlich von Moskau am Sonntag bei einem Sturm untergegangene „Bulgaria“ soll nächste Woche gehoben werden.

Die Betreiber des Schiffes, von denen bereits zwei festgenommen wurden, hätten den technischen Zustand völlig vernachlässigt, berichteten Medien in Moskau. Zudem sei das Boot vor einiger Zeit in „Bulgaria“ umbenannt worden, da es unter dem ursprünglichen Namen „Ukraina“ zu große Schulden in Wolga-Häfen angehäuft habe, hieß es. Ein Experte habe die nötigen Reparaturen an dem 1955 gebauten Boot auf umgerechnet 175.000 Euro geschätzt, dies hätten die Besitzer abgelehnt. Zudem sei die Crew seit Monaten nicht bezahlt worden. „Dass die Mannschaft rund 200 statt der erlaubten 140 Passagiere auf das Schiff ließ, beweist ihre Inkompetenz“, sagte ein Ermittler.

Bei dem schwersten Schiffsunglück in Russland seit 25 Jahren starben auch der Kapitän und seine Frau. Insgesamt befürchten die Rettungskräfte mehr als 110 Todesopfer. Nach letzten Angaben waren 79 der schätzungsweise 200 Menschen an Bord gerettet worden.

dpa/jhf

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Der russische Fernsehsender NTV zeigte ein Archivbild der "Bulgarien". Das Schiff ist auf der Wolga havariert.

Nach der schweren Schiffskatastrophe mit vermutlich etwa 100 Toten auf dem russischen Fluss Wolga bergen Taucher immer mehr Leichen. Unter den Toten sind nach Angaben von Überlebenden auch viele Kinder. Etwa 80 der mehr als 180 Menschen an Bord waren am Sonntag gerettetet worden.

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