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Tausche F-Jugend-Stürmer gegen Altherren-Torwart

Hobbyfußballer als Sammelbilder Tausche F-Jugend-Stürmer gegen Altherren-Torwart

Die Hobbyfußballer eines Dorfklubs bei Bremen erfüllen sich mit einem eigenen Panini-Album ihren Traum. Die Sammelbilder hat der SV Heiligenfelde zusammen mit Berliner Jungunternehmern herausgebracht.

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Schon 10.000 Klebebildchen der Freizeitkicker wurden verkauft.

Quelle: HAZ

Hannover. Man kennt das vom Schulhof. „Tausche Reus gegen Schweinsteiger.“ Oder: „Mist, den Müller habe ich doppelt.“ Generationen von kleinen Fußballfans sind schon zum Kiosk geflitzt, um sich von ihrem Taschengeld ein paar Klebebildchen zu kaufen. Und welcher kleine Kicker hat sich dabei nicht schon mal gewünscht, eines Tages selbst einen Platz im großen Sammelalbum zu finden? Die Amateurfußballer des SV Heiligenfelde haben sich ihren Kindheitstraum nun erfüllt.

Seit ein paar Tagen gibt es den Dorfklub aus dem Bremer Umland zum Sammeln und Tauschen. Alle Spieler, alle Trainer, Betreuer, Schiedsrichter, Funktionäre. Von den G-Junioren bis zu den Oldies. Sogar das Vereinslogo und den Sportplatz haben sie fotografiert und auf Klebepapier drucken lassen. Insgesamt 401 Bildchen. Wie bei einem echten 
Panini-Album. Nur eben mit Freizeitkickern statt mit Bundesligastars.

Und so tauschen sie nun auf dem Pausenhof und in der Mannschaftskabine eifrig 
F-Jugend-Stürmer gegen Altherren-Torwart. Knapp 10.000 Klebebildchen sind bereits verkauft worden. Weitere 10.000 sind bestellt. Ein ganzes Dorf ist im Sammelfieber. „Das ist der Wahnsinn“, sagt Christian Gerlach. Er ist Torwart der Männermannschaft. Die spielt übrigens in der Bezirksliga. Siebte Liga. Und Gerlach war es auch, der die Idee mit dem Sammelalbum hatte.

Im Internet hatte er von einem Berliner Start-up-Unternehmen gelesen, das kleine Vereine groß rausbringen möchte. 
 
Gegründet von Hobbyfußballern, die ebenfalls ein Leben lang davon geträumt hatten, einmal wie ihre Idole gesammelt zu werden. Aus dieser Idee ist „My fooza“ entstanden. Das Geschäft läuft bestens. Etliche Klubs sind interessiert. Die Berliner Jungunternehmer haben eine echte Marktlücke entdeckt.

Auch die Heiligenfelder sind bereits von zahlreichen Klubs angeschrieben worden. „Die wollen unbedingt, dass wir einen Kontakt herstellen“, sagt Gerlach. Auch ein Verein aus Hamburg hat angefragt. Wen wundert’s? Die Profis des Hamburger SV haben ja längst auch auf dem Pausenhof an Marktwert verloren. Da sammelt man doch lieber Freizeitkicker.     

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