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Panorama Tausende Menschen flüchten vor verheerendem Waldbrand
Nachrichten Panorama Tausende Menschen flüchten vor verheerendem Waldbrand
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22:26 27.07.2018
In den vergangenen Monaten kam es in Kalifornien immer wieder zu verheerenden Waldbränden. (Archivbild) Quelle: dpa
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Redding

Ein Waldbrand hat sich in Nordkalifornien rasend schnell ausgebreitet und Tausende Menschen in die Flucht getrieben. Die Flammen übersprangen am den Sacramento River und erreichten die Stadt Redding. Manchen Bewohnern der Region blieben nur Minuten, um in der Nacht zum Donnerstag (Ortszeit) ihre Sachen zu packen und ihre Häuser zu verlassen. Die Flammen vernichteten alles in ihrem Weg, sagte Feuerwehrsprecher Scott McLean.

Die Einsatzkräfte erklärten, es gehe jetzt darum, Leben zu retten. „Wir bekämpfen kein Feuer. Wir versuchen, die Menschen aus seinem Weg zu bringen, denn es ist jetzt tödlich und es bewegt sich jetzt mit einer Geschwindigkeit und auf eine Weise, die wir hier in der Gegend noch nie gesehen haben“, sagte Bataillonschef Jonathan Cox. Tausende Menschen flüchteten aus dem westlichen Teil der Stadt und sorgten für kilometerlange Staus, während das Feuer den Himmel über ihnen orange färbte.

Temperaturen um die 40 Grad und heiße Winde

Die Flammen fraßen sich durch die Gemeinden Shasta und Keswick, bevor sie am Donnerstag Redding erreichten, mit 92.000 Einwohnern die größte Stadt der Region. Das sogenannte Carr-Fire brach am Montag aus; in der Nacht zum Donnerstag verdreifachte sich die von ihm erfasste Fläche auf 115 Quadratkilometer. Ausgelöst wurde es durch einen technischen Fehler an einem Fahrzeug, wie die Feuerwehr erklärte.

Mehr als 5000 Menschen verließen den Behörden zufolge ihre Häuser. Angesichts hoher Temperaturen und heißem Wind wurde erwartet, dass sich das Feuer in und um Redding weiter ausbreiten würde. Für Freitag rechneten Meteorologen mit Temperaturen von 43 Grad in der Region.

Zwei Menschen starben in den Flammen

Rettungskräfte fanden am Donnerstagabend die Leiche des Fahrers eines Räumfahrzeugs. Er sollte im Auftrag der Behörden Buschwerk auf dem voraussichtlichen Weg des Feuers entfernen. Auch ein Mitglied der Feuerwehr wurde getötet. Drei Feuerwehrleute und mehrere Zivilisten erlitten Brandverletzungen, andere kamen mit Atembeschwerden in die Notaufnahmen.

Zuvor erfassten die Flammen auch eine Marina am Lake Whiskeytown. 30 bis 40 Boote standen in Flammen, wie die Behörden mitteilten. Insgesamt meldete die Feuerwehr 65 zerstörte Häuser und weitere 5000, die durch den Brand in Gefahr seien.

Von RND/dpa

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