Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama "Das Ungeheuer ist noch immer da"
Nachrichten Panorama "Das Ungeheuer ist noch immer da"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:57 07.05.2016
Ein Polizist geht durch die vom Brand zerstörten Straßen Fort McMurrays. Quelle: dpa
Edmonton

Drei Tage sind sie vom Feuer eingeschlossen gewesen. Jetzt haben sich Tausende Evakuierte der Stadt Fort McMurray in Kanadas Ölprovinz Alberta endlich in Sicherheit bringen können. Von Hubschraubern überwacht und der kanadischen Polizei begleitet, traten sie am Freitag ihren Weg vom Norden der Stadt durch das immer noch brennende Fort McMurray in den Süden an. Anderen stand die Flucht aus dem Flammen-Inferno noch bevor.

Nach Angaben des Fernsehsenders CTV hatten ursprünglich 25 000 Bewohner der Stadt in ihrer Panik die falsche Richtung gewählt. Sie flüchteten in den Norden, als Fort McMurray evakuiert wurde. Die Straßen gen Süden waren verstopft, und die Feuerwalze mit ihren dichten Rauchschwaden rückte immer näher. Dann fraß sich das Feuer durch die Stadt, vernichtete Hunderte von Wohnhäusern und schnitt den Evakuierten im Norden den Weg ab.

Kanadas Provinz Alberta wird von Waldbränden in Atem gehalten. Tausende mussten ihre Heimat verlassen.

Am Freitag drehte sich der Wind in Richtung Südosten und bot den Rettungskräften der Provinz Gelegenheit, die Eingeschlossenen über die einzige Durchgangsstraße der Stadt in den Süden zu lotsen. Zuvor waren laut CTV bereits 7000 Menschen ausgeflogen worden, die in den Lagern für Arbeiter der Ölförderindustrie vorübergehend untergekommen waren.

"Die Lage in der Stadt hat sich etwas beruhigt. Aber wir haben immer noch Männer im Einsatz, die das Feuer bekämpfen und unser Eigentum vor Schaden zu bewahren versuchen", teilte der Chef von Fort McMurrays Feuerwehr, Darby Allen, mit. "Das Ungeheuer (von Feuer) ist noch immer da. Es umzingelt unsere Stadt, und wir tun alles, was wir können, für euch".

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist wahrscheinlich der Alptraum für jeden pflegebedürftigen Menschen: Plötzlich fällt der Pfleger aus, und Hilfeholen ist unmöglich. In Bayern ist dieser Fall jetzt eingetreten: Ein Mann starb, die Mutter blieb allein zurück – und konnte sich selbst nicht versorgen.

07.05.2016
Panorama Schaulustige behindern Rettungskräfte - Polizei muss Hund gegen Gaffer einsetzen

Gaffer haben erneut die Arbeit von Rettungskräften behindert. Die Polizei musste in Nordrhein-Westfalen sogar einen Diensthund mit Maulkorb einsetzen, um die Schaulustigen von einem Unfallort zu vertreiben und einem verletzten Mann zu helfen.

07.05.2016
Panorama In Dorf im Elsass - Hund beißt Kleinkind tot

Im Elsass ist ein Kind von einem Hund angegriffen und mehrmals gebissen worden. Der kleine Junge starb. Der Hund soll ein American Staffordshire Terrier gewesen sein.

06.05.2016