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Panorama Teelicht löste Duisburger Großbrand aus
Nachrichten Panorama Teelicht löste Duisburger Großbrand aus
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14:47 18.05.2016
Ein versehentlich umgeworfenes Teelicht ist wahrscheinlich die Ursache für den verheerenden Hausbrand mit drei Toten am Dienstag in Duisburg. Quelle: Federico Gambarini/dpa
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Duisburg

Ein versehentlich umgeworfenes Teelicht ist wahrscheinlich die Ursache für den verheerenden Hausbrand mit drei Toten am Dienstag in Duisburg. Dies hätten Ermittlungen der Polizei und eines Brandsachverständigen ergeben, teilte die Staatsanwaltschaft Duisburg am Mittwoch mit. Eine gehbehinderte 74-Jährige Mieterin soll das Teelicht in ihrer Erdgeschosswohnung umgestoßen haben. Gegen sie wird nun unter anderem wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Das Feuer hatte sich am Dienstagmorgen vom Erdgeschoss aus im ganzen viergeschossigen Haus ausgebreitet. Das Dachgeschoss wurde zu einer tödlichen Falle für eine 33 Jahre alte Mutter und ihre beiden Kinder im Alter von 8 und 14 Jahren. 27 Menschen wurden nach offiziellen Angaben verletzt. Zwei von ihnen schwebten nach Angaben eines Polizeisprechers am Mittwoch noch in Lebensgefahr. Sie hätten Rauchgase eingeatmet und Verbrennungen erlitten.

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Bilder von der Unglücksstelle zeigen das Ausmaß des Feuers. Während die Bewohner in den unteren Stockwerken rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten, war das Dachgeschoss längst zur tödlichen Falle geworden.

"Seniorin war nicht in der Lage, den Brand zu löschen"

Den Ermittlungen zufolge soll die Frau das Teelicht auf einem Tisch in ihrem Wohnzimmer angezündet haben. Dann sei sie unglücklich gegen den Tisch gestoßen und habe dabei die Kerze umgeworfen. Die Flamme habe ein Kissen entzündet. "Über dieses breitete sich rasend schnell der Brand in der Wohnung aus", hieß es.

"Die Seniorin war körperlich nicht in der Lage, den Brand selbstständig zu löschen", sagte ein Polizeisprecher. Sie habe aber die Feuerwehr alarmiert und versucht, die Hausbewohner zu warnen. Nach dpa-Informationen ist die Frau auf einen Rollator angewiesen. Bei dem Brand atmete sie auch selbst Rauchgase ein und musste im Krankenhaus behandelt werden.

Einsatzkräfte finden keine weiteren Opfer

Nach Angaben der Feuerwehr vom Dienstag hatte sich das Feuer über die Fassade bis in das Dach ausgebreitet. Ob die Fassade ursächlich an der Ausbreitung des Feuers beteiligt ist, sei Gegenstand weiterer Untersuchungen, sagte der Polizeisprecher am Mittwoch.

Weitere Opfer waren in der Brandruine im Stadtteil Meiderich nicht gefunden worden. Die Einsatzkräfte seien mehrmals durch die teils völlig verwüsteten Wohnungen gegangen und hätten Geröll beiseite geräumt, sagte der Polizeisprecher. Dabei seien aber keine weiteren Leichen entdeckt worden.

Vor fast genau zwei Jahren hatte es nur wenige Häuser entfernt schon einmal gebrannt, auch damals starben drei Menschen.

dpa

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