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Teenager starben an Kohlenmonoxidvergiftung

Tragödie in Arnstein Teenager starben an Kohlenmonoxidvergiftung

Ein Vater findet seine Kinder und deren Freunde tot in einem Gartenhäuschen. Was eine fröhliche Feier werden sollte, endete in einer Tragödie. Nun steht die Todesursache der Teenager fest.

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Quelle: dpa

Arnstein. Nach dem Tod von sechs Teenagern in einem Gartenhäuschen im unterfränkischen Arnstein steht die Todesursache fest. „Alle sechs sind an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben“, sagte Polizeisprecher Michael Zimmer am Dienstag. Unklar sei noch, wie das geruchslose und unsichtbare Gas austreten konnte, ergänzte er. Allerdings hatten die Jugendlichen in dem Gartenhäuschen mit einem Holzofen geheizt.

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Ein besorgter Vater hat am Sonntagmorgen in Arnstein die Leichen von sechs jungen Frauen und Männern entdeckt, darunter seine eigenen Kinder. Die Teenager hatten am Vorabend eine private Feier in der Gartenlaube veranstaltet.

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Die jungen Leute im Alter von 18 und 19 Jahren hatten am Samstagabend eine Party in einer abgelegenen Laube gefeiert. Einer der Väter hatte am Sonntagmorgen die Leichen seiner Tochter, seines Sohnes und der vier weiteren Gäste in dem Häuschen gefunden. Er hatte sich Sorgen gemacht, weil er nach der Feier nichts von seinen Kindern gehört hatte – deshalb war er zu der Gartenlaube gegangen. Dort machte er dann die grausame Entdeckung.

Arnstein trauert um die toten Jugendlichen

Die Polizei hatte bereits unmittelbar nach dem Leichenfund am Sonntag ein Gewaltverbrechen ausgeschlossen. Zugleich bestätigte sie, dass die jungen Leute die Laube mit einem Holzofen geheizt hätten. „Die Ursache für den Austritt des giftigen Gases ist weiterhin Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen“, teilten am Dienstag das Polizeipräsidium Unterfrankens und die Staatsanwaltschaft Würzburg mit. Dafür seien Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes herangezogen worden.

Derweil versucht das 8000-Einwohner-Städtchen, mit dem tragischen Vorfall fertig zu werden. Am Montagabend gedachten Angehörige und Freunde in einer ökumenischen Trauerstunde in der Stadtkirche der Opfer. Anschließend gab es in der benachbarten Grundschule Raum für Gespräche mit Seelsorgern. Medien waren gebeten worden, der Veranstaltung fernzubleiben.

„Es ist für uns ein schwerer Schicksalsschlag, so viele junge Menschen zu verlieren“, hatte der Zweite Bürgermeister, Franz-Josef Sauer (CSU) am Montag gesagt. „Es fehlen oft die richtigen Worte, es sind viele Bilder im Kopf.“ Als er am Sonntag die Nachricht von dem schrecklichen Fund bekam, sei er sofort zu dem Gartenhäuschen gefahrne. „Dem betroffenen Vater in die Augen zu sehen – das kann man in keiner Schule lernen.“

Von dpa/RND/wer

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