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Panorama Negativpreis für frauenfeindliche Werbung
Nachrichten Panorama Negativpreis für frauenfeindliche Werbung
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14:14 22.09.2015
Eine Auswahl der Fundstücke, die im Jahr 2015 zu den Nominierten für den Negativ-Preis "Der Zornige Kaktus" gehörten. Quelle: screenshot
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Berlin

Das Hinterteil einer Frau als Werbung für kostenlose Bewerbungschecks: Dafür bekommt ein Unternehmen aus Baden-Württemberg den Negativ-Preis "Der Zornige Kaktus" für besonders frauenfeindliche Werbung. Die Organisation "Terre des Femmes" teilte am Dienstag mit, in einer zweiwöchigen Online-Abstimmung habe die Anzeige der Firma "Karrierestrategen" die meisten Stimmen erhalten. Die Entscheidung fiel klar aus: Für 3.096 der mehr als 6.800 Teilnehmern war die Anzeige die frauenfeindlichste.

"Ohne Kopf in unwürdiger Pose"

"Karrierestrategen" biete "einen kostenlosen Bewerbungs-Check mit dem Bild einer Frau an, die ohne Kopf in unwürdiger Pose zu sehen ist", erklärte Terre des Femmes. "Die Frau wird auf ihr Hinterteil reduziert. Dies stellt eine Abwertung von Frauen dar, die durch Qualifikation und Kompetenz Karriere machen wollen." Stattdessen werde mit stereotypen Rollenklischees gearbeitet.

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Die Organisation "Terre des Femmes" hat zum zweiten Mal den Negativpreis "Der Zornige Kaktus" für sexistische Werbung verliehen. Fast 80 Vorschläge gingen binnen eines Monats bei "Terre des Femmes" ein. Wir zeigen eine Auswahl – zur Abschreckung für alle Werbetreibenden.

Insgesamt trafen fast 80 Vorschläge für den Negativ-Preis bei dem Verein ein. Aus den Vorschlägen wählte eine Jury aus Vereinsmitgliedern drei Anzeigen für die Abstimmung aus. Die "Karrierestrategen" gewannen gegen den Blumenhändler "Bloomy Days" und die bereits vom Werberat gerügte Anzeige des "TV-Service Krysiak".

"Terre des Femmes" teilte mit, man habe das siegreiche Unternehmen über den Preis informiert und zu einer Diskussion über Sexismus in der Werbung eingeladen. Bislang habe die Firma aus dem baden-württembergischen Bruchsal nicht reagiert. "Der Zornige Kaktus" wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen.

epd

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