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Thalys-Attentäter formal identifiziert

Verdächtiger ist Marokkaner Thalys-Attentäter formal identifiziert

Der mutmaßliche Thalys-Attentäter ist formal identifziert worden. Bei dem Verdächtigen handele es sich um einen Marokkaner namens Ayoub El Khazzani, der von den spanischen Geheimdiensten als radikaler Islamist eingestuft worden sei, verlautete am Samstag aus Pariser Polizeikreisen.

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In Bahnhof von Arras hielt der Thalys, in dem geschossen wurde.

Quelle: dpa

Arras. Der 25 Jahre alte Mann sei anhand verschiedener Elemente identifiziert worden, darunter seinen digitalen Fingerabdrücken. Der Polizeigewahrsam für den mutmaßlichen Attentäter wurde am Abend verlängert. Nach Angaben der spanischen Ermittler lebte El Khazzani sieben Jahre lang in Spanien - zunächst in Madrid, dann bis 2014 in Algeciras, dann sei er über Frankreich ins Bürgerkriegsland Syrien gereist. Am 10. Mai hielt er sich nach Erkenntnissen der französischen Behörden in Berlin auf. Von hier aus sei er in die Türkei geflogen, nach seiner Rückkehr habe er dann in Belgien gewohnt.

Derweil konnte der verletzte US-Soldat Spencer Stone, der den Verdächtigen gemeinsam mit anderen überwältigt hatte, die Klinik in Lille wieder verlassen, wo er operiert worden war. Der Eingriff an der Hand sei "erfolgreich" verlaufen, hieß es aus ärztlichen Quellen. Stone hatte fast seinen Daumen verloren, weil der Verdächtige ihn mit einem Messer angegriffen hatte. Am Abend telefonierte US-Präsident Barack Obama mit den drei US-Bürgern, die den Angreifer überwältigt hatten. Er habe Stone, Aleksander Skarlatos und Anthony Sadler zu ihrer "außergewöhnlichen Tapferkeit" gratuliert, teilte das Weiße Haus in Washington mit. Frankreichs Präsident François Hollande dankte Obama in einem Telefonat für das "vorbildliche Verhalten" der jungen Amerikaner.

Hollande will die als Helden gefeierten Passagiere, die sich dem Angreifer entgegenstellten, am Montagmorgen im Elysée-Palast empfangen, wie aus seinem Umfeld verlautete. Neben den US-Bürgern sind auch ein 62-jähriger Brite und ein junger Franzose eingeladen. Der Angreifer war mit einer Kalaschnikow, einer Pistole und einem Teppichmesser bewaffnet, als er am frühen Freitagabend in Brüssel in den Thalys von Amsterdam nach Paris stieg. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve sagte, als der Täter mit dem Schnellfeuergewehr über der Schulter die Zugtoilette verließ, habe zunächst ein französischer Passagier ihn aufzuhalten versucht.

Der Angreifer habe dabei mehrere Schüsse abgegeben, wobei ein Passagier getroffen wurde. Anschließend überwältigten die beiden US-Soldaten Stone und Skarlatos sowie der mit ihnen befreundete US-Student Sadler den Angreifer.

dpa

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Chris Norman, Anthony Sadler, Frankreichs Präsident Francois Hollande, Spencer Stone und Alek Skarlatos bei der Verleihung des höchsten französischen Ordens.

Für ihren mutigen Einsatz gegen einen schwerbewaffneten Angreifer in einem Thalys-Schnellzug nach Paris sind drei US-Bürger und ein Brite mit dem höchsten französischen Orden geehrt worden. Frankreichs Präsident François Hollande ernannte die vier Männer am Montag zu Rittern der französischen Ehrenlegion

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