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Til Schweiger nennt Anwalt "Schwachmaten"

Nach Anzeige Til Schweiger nennt Anwalt "Schwachmaten"

Ein Anwalt hat Til Schweiger wegen dessen Aussagen in einer TV-Show wegen Volksverhetzung angezeigt. Für Schweiger ist das kein Grund zur Sorge: Er macht sich per Facebook über den Anwalt lustig und nennt ihn "Schwachmaten". Heute Abend ist Schweiger wieder live im TV – und wieder geht es um Flüchtlinge.

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Engagiert - nicht auf Facebook: Til Schweiger

Quelle: dpa

Til Schweiger juckt es offenbar weiter in den Fingern. Der Schauspieler, der sich seit Wochen mit viel Herzblut für Flüchtlinge engagiert, sorgt mit einem Post auf seiner Facebook-Seite mal wieder für Aufsehen. Nachdem Schweiger dort in den vergangenen Wochen – neben seinem Einsatz für Flüchtlinge - mal Schauspielkollegen wie Mario Adorf kritisierte oder sich emotional über anonyme Anfeindungen im Netz äußerte, macht sich der 51-Jährige über eine Anzeige wegen Volksverhetzung gegen ihn lustig.

"Bislang noch keine Anzeige"

Konkret lästert Schweiger in seinem Beitrag über den Mann, der ihn wegen Volksverhetzung verklagt hat. "Wenn es nicht so dreist wäre, wärs ja fast schon wieder lustig", kommentiert er die Anzeige – und legt dann nach: Schweiger bezeichnet den Münsteraner Rechtsanwalt als "Schwachmaten" und ergänzt, dass dieser ihn wegen übler Verleumdung nun auch verklagen könne.

"Nach 44 Semestern Jura kriegst du das bestimmt hin", ätzt Schweiger in dem Beitrag, den er am Mittwochabend öffentlich gestellt hat.

Wenige Stunden später legte er in einem weiteren Post nach. "Bislang noch keine Anzeige!... Glück gehabt", schreibt Schweiger und verlinkt dabei auf einen ersten Medienbericht.

Der Schauspieler bezieht ursächlich auf einen "Stern"-Bericht, in dem der namentlich genannte Anwalt vorgestellt wird. Der Mann wird dabei als "Schreibtischtäter" bezeichnet, der dem rechten Milieu zu zuordnen sei. Der sich selbst als "freiberufliche Rechtswissenschaftler" bezeichnende Mann hatte Schweiger nach dessen Auftritt in der ARD-Talkshow "Menschen bei Maischberger" wegen Volksverhetzung angezeigt. 

Schweiger heute live im TV

Schweiger hatte dort seinen Ummut über rechte Demonstranten vor einem Flüchtlingsheim in Freital genannt und unter anderem gesagt: "Ich glaub' noch nicht mal, dass ein Politiker nach Freital gehen muss, es würde einfach reichen, wenn die zwei Hundertschaften da hinschicken und die Leute einkassieren, und sagen 'heute Nacht bleibt ihr im Knast, denkt mal darüber nach, was ihr hier macht, und morgen kommt ihr hier nicht mehr her'." Für Aufsehen sorgten auch sein emotionaler Ausbruch "Sie gehen mir auf den Sack" gegenüber CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer.

Til Schweiger engagiert sich seit Monaten für die Situation der Flüchtlinge. Der 51-Jährige will beim Bau eines Flüchtlingsheims in Niedersachsen helfen. Außerdem gründete er eine Stiftung.

Übrigens: Am Donnerstagabend wird Schweiger wieder live im TV zu sehen sein. Beim kurzfristig angesetzten ZDF-Themenabend "Menschen auf der Flucht – Deutschland hilft" (20.15 Uhr) soll Schweiger neben einer Reihe weiterer Prominenter auftreten.

zys

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