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Schweiger will erst mal in Osnabrück helfen

Hilfe für Flüchtlinge Schweiger will erst mal in Osnabrück helfen

Angesichts der Schwierigkeiten in Osterode schwenkt Til Schweiger um: Er will zunächst Flüchtlingen in Osnabrück helfen. Das kündigte der Schauspieler in der Sendung "Maischberger" an. Dort hat man erst kurz vor der Sendung von Schweigers Initiative erfahren – und ist nun ziemlich "aufgeregt".

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Der Schauspieler hält an seiner Flüchtlingshilfe fest: "Ich möchte das unbedingt", sagte Til Schweiger am Dienstag.

Quelle: Jens Kalaene/dpa

Hamburg/Osnabrück. Angesichts der Schwierigkeiten beim geplanten Flüchtlingslager in Osterode schwenkt Til Schweiger um: Er will zunächst Flüchtlingen in Osnabrück helfen. Das kündigte der Schauspieler am Dienstagabend in der ARD-Sendung „Maischberger“ an. Mit weiteren Unterstützern will Schweiger in Osnabrück eine Schreinerei und eine Werkstatt einrichten sowie für WLAN für die Bewohner sorgen.

Das Diakoniewerk Osnabrück, das seit Dezember eine Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung Bramsche betreibt, war von der Nachricht überrascht worden. Er habe am Dienstagnachmittag einen Anruf aus dem Büro von Innenminister Boris Pistorius (SPD) bekommen, in dem er von Schweigers Wunsch erfahren habe, sagt Geschäftsführer Gerhard Töller. Natürlich habe er sich dann die Talksendung angeschaut. „Da habe ich dann gedacht: Jetzt muss ich mir Zeit für Anfragen nehmen.“

„Herr Schweiger nimmt sein Engagement sehr ernst“

Schweiger und Minister Pistorius waren am Montag zu einem Gespräch in Hamburg zusammengekommen, das um das Hilfsangebot des Schauspielers kreiste. Ob Pistorius, der in Osnabrück wohnt und lange Zeit dort als Oberbürgermeister wirkte, selbst seine Heimatstadt ins Gespräch gebracht hat, wusste das Innenministerium nicht zu sagen. Pistorius sagte nach dem Gespräch mit Schweiger, dem Schauspieler gehe es nicht in erster Linie um die Einrichtung in Osterode, wo es Schwierigkeiten mit dem Eigentümer der ehemaligen Bundeswehrkaserne gibt, sondern um konkrete Hilfe in der Flüchtlingsarbeit. „Herr Schweiger nimmt sein Engagement sehr ernst“, sagte Pistorius.

Die Osnabrücker Einrichtung hat bisher noch keinen direkten Kontakt mit dem Schauspieler aufgenommen. Was Schweiger mit seiner Stiftung, die er am Freitag gründen will, in Osnabrück tun werde, solle bei „einem Treffen in der nächsten Zeit“ besprochen werden, sagte der Osnabrücker Diakoniedirektor Töller. „Grundsätzlich freuen wir uns über jede Unterstützung.“ Und ja, man sei „schon aufgeregt“.

Idee von "vorbildlicher" Unterkunft bleibt bestehen

Die Osnabrücker müssen sich jetzt wohl auf den Medienrummel einstellen, von dem Schweigers Engagement meist begleitet wird. Am Dienstagabend sorgte er erneut für Furore, dieses Mal bekam CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer Schweigers Ärger über die öffentliche Begleitmusik zur Flüchtlingsfrage ab. „Sie gehen mir auf den Sack“, raunzte der „Tatort“-Star, der sich später allerdings bei Scheuer entschuldigte.

In der Sendung bekräftige Schweiger zudem, dass er weiterhin daran festhalten wolle, in Osterode eine „vorbildliche“ Unterkunft zu errichten. Er spüre, dass ihn dabei die Menschen vor Ort unterstützten. Die Hilfe in der Erstaufnahmeeinrichtung Osnabrück werde nur der Anfang sein.

Von Ann-Kathrin Seidel und Michael B. Berger

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