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Zweijähriges Aligatoropfer obduziert

Tod in Disney World Zweijähriges Aligatoropfer obduziert

Der zweijährige Lane, der am vergangenen Mittwoch bei einem Aligatorangriff in Florida ums Leben kam, ist laut Obduktionsbericht ertrunken. Der Disney Konzern, in dessen Resort das Unglück geschah, will künftig mit Warnschildern auf die Gefahren durch Krokodile hinweisen.

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An diesem normalerweise sehr belebten Strandabschnitt wurde das Kind von dem Alligator ins Wasser gezogen.

Quelle: Joe Raedle

Orlando. Zwei Tage nach dem tödlichen Aligatorangriff auf einen Zweijährigen im Disney World Resort in Orlando/Florida, liegt nun der Obduktionsbericht der Gerichtsmedizin vor: Demnach hat das Reptil, wie es für Aligatoren üblich ist, den Jungen zunächst unter Wasser gezogen. Darauf deutet das Wasser, das in der Lunge des Kindes gefunden wurde, hin. Demnach ist der zweijährige Lane ertrunken. Der Körper wies zudem einige Bissverletzungen auf, wie US-amerikanische Medien übereinstimmend berichten.

Der Junge war vor den Augen seiner Eltern von dem etwa zwei Meter großen Tier ins Wasser gezogen worden. Der Vater hatte seinen Sohn noch retten wollen – ohne Erfolg. Der künstlich angelegte Strand an dem das Kind zum Zeitpunkt des Unglücks spielte, liegt mitten im Disney World Resort. Zwar weisen Warnschilder darauf hin, dass das Baden in den Gewässern verboten ist, von Alligatoren ist dort aber nicht die Rede.

Kritik an den Eltern

Eine Mutter, deren dreijähriger Sohn nur wenige Minuten vor dem tödlichen Angriff an der selben Stelle gespielt hatte, veröffentlichte unterdessen einen emotionalen Facebook-Post: "Ich frage mich, ob ich mit der Mutter des Jungen gesprochen habe, ob mein Sohn mit ihrem gespielt hat? Was muss es für ein Gefühl sein, ohne sein Kind nach Hause zu fahren?"

Zugleich nimmt sie die Eltern des verunglückten Jungen in Schutz. Mehrere kritische Kommentare hatten zuvor deren Verantwortungsbewusstsein in Frage gestellt. Sie selbst habe nicht einmal darüber nachgedacht, ob Alligatoren in den Gewässern seien. Der kleine Strand, an dem das Unglück passierte, sei umgeben von Pools, Wasserrutschen und einem Restaurant samt Feuerstelle. Sie habe sich niemals vorstellen können, dass sich an einem so kleinen und belebten Ort ein Alligator rumtreiben könne.

Disney will Alligator-Warnschilder aufstellen

Der Disney-Konzern hat bereits auf das Unglück reagiert und vorläufig sämtliche Strände des Resorts geschlossen. Nach Informationen mehrerer US-Medien sollen zudem künftig Warnschilder auch auf die mögliche Gefahr durch Alligatoren hinweisen. Obwohl die Reptilien in Florida sehr häufig vorkommen, greifen sie selten Menschen an. Nach Angaben der regionalen Tierschutzbehörde wurden in den vergangenen knapp 70 Jahren in dem Bundesstaat 22 Menschen bei Alligator-Angriffen getötet.

RND/caro/dpa

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