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Todesstrafe für Kapitän der „Sewol“ verlangt

Fährunglück in Südkorea Todesstrafe für Kapitän der „Sewol“ verlangt

Ein halbes Jahr nach der Fährkatastrophe in Südkorea mit etwa 300 Toten hat die Staatsanwaltschaft für den Kapitän der „Sewol“ die Todesstrafe gefordert. Ihm wird vorsätzliche Tötung vorgeworfen.

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Dem Kapitän der „Sewol“ (links) wird vorsätzliche Tötung vorgeworfen.

Quelle: dpa

Seoul . Wegen desselben Vorwurfs beantragten die Anklagevertreter am Montag für drei weitere Crewmitglieder lebenslange Haftstrafen, wie der südkoreanische Rundfunksender KBS berichtete. Den vier Seeleuten wird vorgeworfen, die Passagiere im Stich gelassen zu haben.

Elf weitere Besatzungsmitglieder sollen nach dem Willen der Anklagevertreter wegen Fahrlässigkeit und anderer Vorwürfe Haftstrafen von 15 bis 30 Jahren erhalten. Der Kapitän und seine Crew waren unter den Ersten, die sich in Sicherheit gebracht hatten. Der Prozess vor dem Bezirksgericht in Kwangju läuft seit Juni. Die Todesstrafe wird in Südkorea seit 1997 nicht mehr vollstreckt.

Anderthalb Wochen nach dem „Sewol“-Fährunglück in Südkorea wird die Dramatik des Untergangs immer deutlicher. Taucher fanden in einem Raum des Wracks laut einem CNN-Bericht die Leichen von 48 Mädchen.

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Das Schiff war am 16. April mit 476 Menschen an Bord vor Südkorea gekentert. Die meisten Opfer waren Schüler auf einem Ausflug. Noch immer gelten zehn Menschen als vermisst. Manager der Reederei der „Sewol“ müssen sich in einem getrennten Verfahren verantworten, weil sie die Fähre aus Profitgier regelmäßig überladen haben sollen.

dpa

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Todesstrafe droht
Foto: 23 Passagiere werden auch vier Wochen nach der Tragödie noch vermisst.

Einen Monat nach dem Untergang der südkoreanischen Fähre "Sewol" sind der Kapitän und drei Crew-Mitglieder wegen Totschlags angeklagt worden. Bei einer Verurteilung drohen ihnen die Todesstrafe.

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