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Panorama Tornado fegt durch Stadt in Baden-Württemberg
Nachrichten Panorama Tornado fegt durch Stadt in Baden-Württemberg
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08:30 14.06.2016
Auch eine Folge des Tornados in Bad Waldsee: Ein umgestürzter Baum vor einem Biergarten. Quelle: dpa
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Bad Waldsee

Erneut hat in Deutschland ein Tornado gewütet. Nachdem in den vergangenen Wochen über Hamburg, Ostwestfalen, Schleswig-Holstein und bei Hannover entsprechende Naturphänomene gesichtet wurden, hat am Montagabend eine Windhose in der Kleinstadt Bad Waldsee in Baden-Württemberg für zahlreiche Schäden gesorgt.

Rund 50 Häuser wurden nach ersten Angaben beschädigt. Das Nebengebäude einer Gaststätte wurde komplett abgedeckt, Ziegel und sogar Dachbalken flogen 100 Meter entfernt auf die Straße. Die Durchfahrtstraße des Ortteils Reute musste in Folge der Zerstörungen gesperrt werden. "Zum Glück ist aber niemand verletzt worden", sagte ein Polizei-Sprecher.

Die beschädigten Wohnhäusern waren aber alle noch bewohnbar. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste waren auch am späten Abend noch im Einsatz.

Zunächst sei Starkregen über dem Ort niedergegangen, darauf folgte die Windhose. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mehrere hunderttausend Euro.

Tornados sind nicht so selten in Deutschland. Vor allem in der sommerlichen Gewittersaison entstehen dutzende dieser rotierenden Luftwirbel – und einige entwickeln eine große Zerstörungskraft. Nach Einschätzung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) bilden sich bundesweit pro Jahr dutzende dieser rotierenden Luftwirbel, davon im Durchschnitt um die zehn mit größerer Zerstörungskraft.

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Ein Luftschlauch, möglicherweise ein Tornado über dem Hamburger Stadtteil Farmsen: Die Feuerwehr ist nach einem schweren Unwetter über der Hansestadt zu dutzenden Einsätzen ausgerückt.

Auch wenn dies noch nichts im Vergleich zur berühmt-berüchtigten "Tornado-Allee" im Mittleren Westen der USA mit ihren extremen Wirbelstürmen ist, gab es hierzulande vereinzelt bereits erhebliche Verwüstungen und sogar Tote.

So entstehen Tornados

Solche Wirbelstürme können bei extremen Temperaturunterschieden entstehen, wenn sich große Gewitterwolken über einer Schicht aufgeheizter Luft bilden. Hinzu kommen starke Winde, die mit der Höhe ihre Richtung ändern. Die Kaltluft stürzt von oben herab, eine Warmluft-Säule schraubt sich immer schneller nach oben.

Dieser Luftschlauch kann einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer und Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde erreichen. Wo er auf den Boden trifft, reißt er alles in die Höhe. Häuser stürzen ein, Autos wirbeln durch die Luft. Zieht der Tornado über Land ist auch von Windhose die Rede, zieht er über große Gewässer von Wasserhose.

Aussichten für die nächsten Tage

Die Wetterlage in Deutschland bleibt ungemütlich, der Regenschirm bleibt in den nächsten Tagen ein wichtiges Utensil. Am Dienstag sind bei Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad wieder Gewitter samt Starkregen möglich.

Ähnlich geht es am Mittwoch weiter. Die größten Chancen auf etwas Sonnenschein haben die Menschen im Osten und Südosten. Am Donnerstag wird es zwar etwas wärmer, aber auch diesem Tag gibt es immer wieder Schauer und Gewitter.

RND/zys/dpa

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