Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Heute Nacht lockt der Blutmond

Totale Mondfinsternis Heute Nacht lockt der Blutmond

Um spätestens 4.11 Uhr dürfte für viele am Montag die Nacht vorüber sein. Zumindest für alle jene, die den sogenannten Supermond nicht verpassen wollen. Erstmals nach mehr als sieben Jahren fallen die totale Mondfinsternis und ein besonders naher Mond zusammen.

Voriger Artikel
Bauarbeiter sterben bei Hoteleinsturz auf Mallorca
Nächster Artikel
Betrunkener Pilot muss ins Gefängnis

Roter Mond über Hamburg: Ende August gab es bereits einen Supermond.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa (Archiv)

Hannover. Am 28. September steht ein besonderes astronomisches Ereignis an: eine Mondfinsternis, in Kreisen von Astronomen kurz „Mofi“ genannt.

Und zwar keine gewöhnliche „Mofi“, denn erstmals nach mehr als sieben Jahren fallen die totale Mondfinsternis und ein besonders naher Mond („Supervollmond“) zusammen. Wobei die besondere Nähe zwischen Mond und Erde relativ zu sehen ist – schließlich ist der Trabant immer noch 356.878 Kilometer entfernt.

Das Spektakel ist allerdings nur für Nachtwandler und Extremfrühaufsteher sichtbar, denn schon um kurz nach 3 Uhr in der Frühe geht es los. Dann wandert der Vollmond langsam in den Kernschatten der Erde und verfinstert sich zumindest teilweise. Um 4.11 Uhr beginnt dann die „totale Phase“. In vielen Planetarien in ganz Europa, aber auch in Amerika, dem westlichen Afrika und auf den atlantischen Inseln werden die Sternengucker von freudiger Erregung gepackt werden. Denn in einer klaren Nacht wird überall dort gut zu verfolgen sein, wie der Mond ruhig in den Erdschatten eintritt. In Japan und Südostasien, in Australien und Neuseeland verpassen die Menschen dagegen den Moment, in dem sich Sonne, Erde und Mond in eine direkte Linie schieben.

Der Mond wird in dieser Konstellation allerdings nicht unsichtbar, sondern nimmt eine tiefrote, von manchem als magisch empfundene Farbe an. Ein himmlisches Phänomen, dass ihm schon früh den Namen „Blutmond“ einbrachte.

Viele dunkle Mythen und Geschichten ranken sich um diesen unheimlich wirkenden Blutmond, schon die Ägypter fürchteten ihn wegen möglicher Kriege und Hungersnöte. Auch aktuell sind erste Verschwörungstheoretiker auf den Plan getreten. So warnt ein Geistlicher namens John Hagee vor der vierten „blutigen“ Mondfinsternis in zwei Jahren, dieses Mal stehe ein „äußerst bedeutendes Ereignis“ an. Details – so gehört sich das für einen modernen Nostradamus – bleiben im Dunkel.

Ein Trost könnte sein, dass der Mond schon um 5.23 Uhr aus dem Erdschatten herausschwebt; um 6.27 Uhr soll die „Mofi“ offiziell beendet sein. Wer bedenkt, dass am Montag der Sonnenaufgang für 7.16 Uhr vorausgesagt wird, dürfte zumindest mit einem düsteren Ereignis rechnen: mit akuter Müdigkeit zum Start der neuen Woche.

Tipps zum Fotografieren:

Fotograf Stefan Knaak gibt ein paar Hinweise, wie Ihnen eine gute Aufnahme vom Blutmond gelingt.

  • ein Stativ nutzen und dabei den Bildstabilisator ausschalten
  • im RAW Format fotografieren
  • Bei langen Telelinsen die Spiegelvorauslösung und einen Fernauslöser (oder internen Timer) nutzen um Verwacklungen zu vermeiden.
  • Fotos von einem bildschirmfüllenden Mond sind cool, aber mit Vordergrund ist das Bild gleich nochmal interessanter.

Von Harald John    

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.