Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Tote und Verletzte bei Chemie-Unfall in Mexiko

Firmengelände evakuiert Tote und Verletzte bei Chemie-Unfall in Mexiko

Eine gewaltige Explosion hat eine Raffinerie im Osten von Mexiko zerstört. Wegen einer giftigen Gaswolke muss auch die Umgebung geräumt werden. Drei Arbeiter sterben, mehr als 130 Menschen werden verletzt. Die Ursache ist unklar.

Voriger Artikel
Natalie Wörner spricht über Liebe zu Heiko Maas
Nächster Artikel
Wie gut kennen Sie die Queen?

Über dem Komplex waren riesige dunkelgraue Rauchwolken zu sehen.

Quelle: dpa

Coatzacoalcos. Bei einer Explosion in einer Raffinerie im Osten von Mexiko sind drei Arbeiter ums Leben gekommen. 136 weitere Menschen seien bei dem schweren Unglück in dem petrochemischen Werk in Coatzacoalcos verletzt worden, teilte der mexikanische Erdölkonzern Pemex am späten Mittwochabend (Ortszeit) mit. 88 Opfer würden noch immer in Krankenhäusern behandelt. 13 von ihnen seien schwer verletzt, sagte der Regierungssprecher des Bundesstaates Veracruz, Alberto Silva Ramos.

Das Firmengelände und die Nachbarschaft des Unternehmens PMV seien evakuiert worden, sagte die Chefin des Zivilschutzes des Bundesstaates Veracruz, Yolanda Gutiérrez Carlín, im Fernsehen.

Drei Tote und über 100 Verletzte - das ist die Bilanz eines schweren Chemie-Unfalls in Mexiko.

Zur Bildergalerie

Der Bundeschef des Katastrophenschutzes, Luis Felipe Puente, sagte, über 2000 Arbeiter seien in Sicherheit gebracht worden. Im Fernsehen war zu sehen, wie dichter, schwarzer Rauch über der Raffinerie aufstieg. Die giftige Gaswolke habe sich schnell aufgelöst, teilte Pemex mit. Die Lage sei unter Kontrolle und es bestehe kein Risiko für die Arbeiter und Anwohner. Die Aufräumarbeiten würden am Donnerstag fortgesetzt.

Druckwelle in zehn Kilometer Entfernung spürbar

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst unklar. Die Druckwelle sei noch in zehn Kilometern Entfernung zu spüren gewesen und habe in der Innenstadt von Coatzacoalcos Fensterscheiben zu Bruch gehen lassen, sagte Gouverneur Javier Duarte im Fernsehsender Televisa. Die umliegenden Firmen hätten vorübergehend den Betrieb eingestellt.

Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes und Feuerwehrleute waren an der Brandbekämpfung in dem Komplex Pajaritos beteiligt. Die Polizei riegelte das Gebiet ab. Das Notfallkomitee der Region trat zusammen. Gouverneur Duarte und Pemex-Direktor José Antonio González Anaya begaben sich zum Unglücksort. In Coatzacoalcos und in angrenzenden Gemeinden sollten die Schulen bis auf Weiteres geschlossen bleiben, sagte Puente.

Präsident verspricht Hilfe

Präsident Enrique Peña Nieto sagte den Arbeitern und Anwohnern der Raffinerie Unterstützung zu. PMV ist ein Gemeinschaftsunternehmen der petrochemischen Firma Mexichem und des Staatskonzerns Pemex. Es stellt Vinylchlorid her - eine Grundsubstanz für die Herstellung von Plastikrohren. 

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.