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Mutter und Söhne sterben bei Feuer-Inferno

Großbrand in Duisburg Mutter und Söhne sterben bei Feuer-Inferno

Rasend schnell breiten sich die Flammen im ganzen Haus aus. Schließlich wird das Dachgeschoss bei einem Hausbrand in Duisburg für eine Familie zur tödlichen Falle. Nachbarn und Einsatzkräfte sind geschockt.

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Der Dachstuhl des Hauses wurde durch die Flammen komplett zerstört.

Quelle: Maja Hitij

Duisburg. Menschen schreien panisch um Hilfe, eine Frau will aus Angst vor den Flammen aus dem Fenster springen. "Bitte springen Sie nicht!", rufen Polizisten ihr zu. Sichtlich betroffen berichten Zeugen solche Details von dem Feuerwehreinsatz am frühen Dienstagmorgen in Duisburg. Rasend schnell hat sich das Feuer in dem Mehrfamilienhaus ausgebreitet. Drei Menschen sterben – eine Mutter und ihre zwei Söhne. 28 Menschen werden verletzt.

Bei einem Großbrand sind am Dienstag in Duisburg drei Menschen ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft schaltete einen Sachverständigen ein, um die Brandursache zu ermitteln.

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Als die Feuerwehr kam, hätten sich viele Bewohner schon selbst aus dem Haus gerettet, sagt ein Polizeisprecher. Einige brachte die Feuerwehr mit einer Drehleiter durch das Fenster in Sicherheit. Auf der Wiese auf der gegenüberliegenden Straßenseite haben Rettungskräfte Menschen reanimiert, berichtet die Feuerwehr. Doch während die Bewohner in den unteren Stockwerken rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten, war das Dachgeschoss längst zur tödlichen Falle geworden. Die Flammen und der Rauch hätten sich "sehr, sehr schnell ausgebreitet", sagt ein Polizeisprecher.

Für eine 33-jährige Mutter und ihren achtjährigen Sohn kommt jede Hilfe zu spät. Den 14-jährigen Sohn der Frau bringen Rettungskräfte noch ins Krankenhaus. Doch auch er stirbt wenig später. Die Nachbarn sind geschockt. Denn vor gut zwei Jahren hat es nur ein paar Häuser weiter schon einmal gebrannt. Bei dem Feuer in einem Imbiss waren im April 2014 ebenfalls drei Menschen ums Leben gekommen.

"Eine extreme psychische Belastung"

Auch NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) kommt zur Unglücksstelle. Er ist in der selben Straße nur einige Häuser weiter aufgewachsen. Für die Retter sei ein solcher Einsatz eine extreme psychische Belastung, betont Jäger. "Das ist für sie ja das Schlimmste überhaupt, Tote aus dem Brandherd zu holen, Kinder insbesondere." Brandexperten der Polizei und ein Sachverständiger haben das Haus schon am Vormittag inspiziert. Das Feuer sei "in einer Wohnung entstanden", teilte die Polizei mit.

Wodurch der Brand ausgelöst wurde, bleibt vorerst unklar. Die Ermittler prüfen, ob Fahrlässigkeit im Spiel war. Ob es in dem Haus Rauchmelder gab, konnten die Sachverständigen noch nicht mit Sicherheit sagen. "Das ist heimtückisch an solchen Bränden, wenn sie in den Morgenstunden ausbrechen und die Menschen im Schlaf überraschen", sagt Minister Jäger. Rauchmelder können gerade in solchen Situationen Leben retten. Ab 2017 schreibt auch Nordrhein-Westfalen sie in allen Wohnungen vor.

Von Fabian May

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