Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Toter bei Anschlag auf italienisches Konsulat

Kairo Toter bei Anschlag auf italienisches Konsulat

Bei einem Anschlag auf das italienische Konsulat in der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist am Samstagmorgen ein Mensch getötet und das Gebäude schwer beschädigt worden. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte der Nachrichtenagentur AFP, ein Mensch sei seinen Verletzungen erlegen.

Voriger Artikel
Polizei erschießt Geiselnehmer
Nächster Artikel
Sonderinspektoren überprüfen Deutsche Schule

Die Fassade des in der Innenstadt gelegenen Konsulats wurde teilweise zerstört, wie ein AFP-Reporter berichtete. Teile eines Autos waren über die Straße verteilt.

Quelle: afp

Kairo. Insgesamt waren bei dem Anschlag zwei Polizisten und drei Passanten verletzt worden. Ob der Tote ein Polizist oder ein Passant war, blieb zunächst unklar. Ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte der Nachrichtenagentur Mena, die Explosion gehe offenbar auf eine Autobombe zurück.

Die Fassade des in der Innenstadt gelegenen Konsulats wurde teilweise zerstört, wie ein AFP-Reporter berichtete. Teile eines Autos waren über die Straße verteilt. Das Konsulat war zur Zeit der Explosion gegen 06.30 Uhr noch geschlossen. Seit dem Sturz des islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär vor zwei Jahren verüben bewaffnete Islamisten immer wieder Anschläge auf die Sicherheitskräfte, bei denen hunderte Polizisten und Soldaten getötet wurden.

Die Anschläge konzentrieren sich vor allem auf den Norden der Sinai-Halbinsel, doch gab es auch wiederholt in Kairo und den Städten des Nil-Deltas Anschläge. Zuletzt gab es auf der Sinai-Halbinsel heftige Gefechte zwischen den Sicherheitskräften und Dschihadistengruppen. Die Islamisten bezeichnen die Anschläge als Vergeltung für das harte Vorgehen der Regierung gegen die Mursi-Anhänger. Dabei wurden seit Juli 2013 mindestens 1400 Menschen.

Im Zuge der Repression wurde die islamistische Muslimbruderschaft im Dezember 2013 verboten, tausende ihrer Mitglieder inhaftiert und hunderte Anhänger in umstrittenen Massenprozessen zum Tode verurteilt, darunter auch Mursi und der geistliche Führer der Bewegung, Mohammed Badie. Zum zweiten Jahrestag des Mursi-Sturzes gab es in Kairo vergangene Woche bei Demonstrationen gewaltsame Zusammenstöße, bei denen die Polizei einen jungen Mann erschoss.

afp

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Panorama
Familiendrama mit sechs Toten in Österreich

Ein Familiendrama erschüttert Österreich. Eine Frau soll mehrere Angehörige erschossen haben.