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Toter steckt nach Rock-Konzert im Lüftungsschacht

Leipzig Toter steckt nach Rock-Konzert im Lüftungsschacht

Am Einlass zum Rock-Konzert einer US-Band in Leipzig wurde er abgewiesen. Da versuchte ein Mann, über den Lüftungsschacht ins Gebäude zu kommen. Drei Tage später fand man seine Leiche.

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Quelle: Tim Schaarschmidt (Symbolbild)

Leipzig. Die Leiche eines Rock-Fans ist drei Tage nach dem Auftritt einer US-Band in Leipzig kopfüber in einem Lüftungsschacht des Konzertsaals entdeckt worden. Der 30-Jährige habe wohl versucht, über den Schacht zum Konzert der Limp Bizkits am Montag zu kommen. „Er ist laut dem vorläufigen Obduktionsbericht mit hoher Wahrscheinlichkeit dort erstickt“, sagte der Leipziger Polizeisprecher Uwe Voigt am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa.

Obwohl das endgültige Ergebnis der Untersuchung erst in einigen Tagen vorliegen soll, schließen die Ermittler eine Straftat definitiv aus. „Es war ein tragischer Unglücksfall“, sagte Voigt. Nachdem der Mann an der Tür abgewiesen worden war, habe er wohl über das Dach in das Haus Auensee zurückkommen wollen. Warum ihm der Zutritt zum Konzertort verwehrt wurde, sei noch nicht ganz geklärt. „Es gibt unterschiedliche Aussagen dazu“, sagte Voigt.

Als der Mann versuchte, durch den engen Schacht in das Gebäude zu kommen, blieb er stecken. „Als er gefunden wurde, hing sein Oberkörper kopfüber drin, die Beine waren noch draußen“, sagte Voigt. Er sei hoffnungslos eingeklemmt gewesen zwischen zwei Stäben, „konnte weder vor noch zurück“. Angehörige und Freunde, mit denen er nach Leipzig gefahren war, meldeten ihn erst am Dienstag als vermisst. Als er dann am Donnerstag gefunden wurde, war er tot.

Überprüft werde, ob der Fan tatsächlich vergessen hatte, sich beim Verlassen des Konzerthauses einen Pausenstempel geben zu lassen. Nach bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei ist er jedenfalls auf die Rückseite des Gebäudes über einen 2,50 Meter hohen Bauzaun geklettert. “Über ein Flachdach und einen Blitzableiter kam er auf das Dach“, schilderte der Polizeisprecher.

dpa

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