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Panorama Touristinnen am Strand schwer misshandelt
Nachrichten Panorama Touristinnen am Strand schwer misshandelt
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16:57 11.02.2016
Das Camp der beiden Frauen in den Dünen vom Cooring-Nationalpark - einem beliebten Touristenziel im Süden Australiens. Quelle: 7 News/Screenshot
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Salt Creek

Fischer hatten eine der jungen Frauen am Dienstagabend (Ortszeit) aus den Dünen rennen gesehen, nackt, blutend und um Hilfe schreiend, wie der australische Sender 7 News berichtete. "Bringt mich hier weg - er wird uns alle töten", soll sie geschrien haben. Die Fischer, so berichtet der Sender weiter, hätten zunächst weitere Helfer zusammengetrommelt, um die Freundin zu suchen. Sie fanden sie in dem Geländewagen des Verdächtigen unweit des Camps, schwer verletzt und unter Schock stehend. Örtlichen Medienberichten zufolge war sie bei einem Fluchtversuch der beiden von dem Peiniger eingeholt und später gefesselt worden. Die Opfer wurden in ein Krankenhaus geflogen. Der Zustand der beiden Frauen soll auch einen Tag später sehr schlecht gewesen sein.

Opfer mit Hammer attackiert

Die herbeigerufene Polizei ergriff den Täter in den Dünen. Am Mittwoch wurde er vor Gericht wegen Kidnapping, Vergewaltigung und versuchten Mordes angeklagt. Offenbar hatte der 59-Jährige die Frauen unter anderem mit einem Hammer in Gesicht und Kopf geschlagen. Das Camp der beiden Frauen befand sich gut einen Kilometer von dem Fahrzeug des 59-Jährigen entfernt, dort entdeckten die Ermittler auch ein Fischermesser und einen Haken, die dem Verdächtigen gehören sollen. Sein Geländewagen sei mit Blut bedeckt gewesen.

Backpackerinnen aus Deutschland und Brasilien

Die Polizei wollte sich zunächst nicht zu der Identität der beiden Frauen und dem Tatverdächtigen äußern. Nach lokalen Medienberichten sollen die Frauen 20 und 23 Jahre alt sein und aus Deutschland und Brasilien stammen. Offenbar waren sie auf dem Weg von Adelaide in Richtung Melbourne unterwegs, einer beliebten Backpackerstrecke auf dem Weg zur Great Ocean Road.

Tatverdächtige posierte mit Pistole auf Facebook

Nachbarn beschrieben den 59-Jährigen, der deutsche Wurzeln haben soll, gegenüber 7 News als Familienvater, der getrennt von seiner Frau mit seinem Vater in einem Vorort von Adelaide lebt - oft schweigsam und sich um sein Boot kümmernd. Der "Sydney Morning Herald" berichtete von mehreren Social-Media-Profilen, auf denen der 59-Jährige auch nach einer "respektablen Ehefrau" suchte, die gut asiatisch kochen kann. Auf einem Facebookprofil zeigte er sich mit einer Schusswaffe. Die Polizei in Südaustralien hat eine zwölfköpfige Task Force gegründet, die nun herausfinden soll, ob der Mann noch für weitere mögliche Verbrechen verantwortlich ist.

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