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Lubitz-Traueranzeige löst heftige Kritik aus

Nach Germanwings-Katastrophe Lubitz-Traueranzeige löst heftige Kritik aus

Vor gut einem Jahr riss Andreas Lubitz bei einem Flugzeugabsturz 149 Menschen mit sich in den Tod. Er hatte die Germanwings-Maschine absichtlich zum Absturz gebracht. Jetzt trauern die Eltern des Co-Piloten mit einer Anzeige um ihren verstorbenen Sohn und lösen damit heftige Kritik aus.

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Andreas Lubitz brachte am 24. März letzten Jahres den Germanwings-Flug 9525 von Barcelona nach Düsseldorf über den französischen Alpen absichtlich zum Absturz.

Quelle: dpa/Westerwälder Zeitung/Montage

Hannover. "Wir möchten uns bei allen bedanken, die uns in einem Jahr voller Erschrecken und Angst, Nichtbegreifens, Ruhelosigkeit, Sprachlosigkeit, Verzweiflung und nicht bewältigter Trauer beigestanden und geholfen haben", heißt es in der Danksagung in der "Westerwälder Zeitung". Unterschrieben ist die Anzeige mit den Worten "Für Dich: Wir vermissen Dich sehr, aber du bist und bleibst in unseren Herzen, Deine Mama, Dein Papa und Dein Bruder".

Die Worte gelten Andreas Lubitz. Der damals 27-Jährige brachte am 24. März letzten Jahres den Germanwings-Flug 4U9525 von Barcelona nach Düsseldorf über den französischen Alpen absichtlich zum Absturz. Bei dem Flugzeugunglück starben neben Lubitz 149 weitere Menschen. Darunter auch eine Schülergruppe aus dem nordrhein-westfälischen Haltern am See.

Beim Absturz einer Germanwings-Maschine in Frankreich sind 149 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch viele Deutsche.

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In der Anzeige trauerten die Angehörigen des offenbar psychisch kranken Lubitz jetzt erstmals öffentlich um ihren Sohn und bedankten sich insbesondere bei dem "Pfarrer für die würdevolle Trauerfeier und den über hundert Trauergästen". Die Opfer der Germanwings-Katastrophe werden in der ausführlichen Danksagung gänzlich vernachlässigt. Dieser Umstand sorgte bei den Hinterbliebenen der Opfer für Unmut: "Wir können unser ermordetes Kind nur noch am Grab besuchen, in der Danksagung der Familie Lubitz wird ihr Sohn als wertvoller Mensch beschrieben. Man kann unsere Wut derzeit nicht in Worte fassen", ließen die empörten Eltern eines Opfers laut der " Bild"-Zeitung über den Anwalt Elmar Giemulla mitteilen.

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