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"Traumschiff"-Erfinder Rademann ist tot

TV-Produzent "Traumschiff"-Erfinder Rademann ist tot

Wolfgang Rademann ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Der gebürtige Berliner war vor allem als Produzent des "Traumschiffs" und der "Schwarzwaldklinik" bekannt. Das ZDF ändert zu Rademanns Ehren das Programm.

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TV-Produzent Wolfgang Rademann ist tot.

Quelle: Jens Ressing/dpa

Berlin. Wolfgang Rademann, der Produzent vom ZDF-Traumschiff und der "Schwarzwaldklinik", ist gestorben. Wie das ZDF am Montag mitteilte, starb der gebürtige Berliner am Sonntag im Alter von 81 Jahren. Bereits im November konnte er den Bambi für sein Lebvenswerk nicht mehr in Empfang nehmen. Statt seiner nahm seine Partnerin Ruth Maria Kubitschek den Preis entgegen.

Sein "Traumschiff" fuhr stets auf Erfolgskurs. Und auch mit der "Schwarzwaldklinik" schrieb er Fernsehgeschichte. Jetzt ist TV-Produzent Wolfgang Rademann gestorben.

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Wolfgang Rademann ist der Mann, der hinter vielen großen Zuschauererfolgen der deutschen Fernsehgeschichte steht. Thomas Bellut, ZDF-Intendant, zeigte sich betroffen: "Wolfgang Rademann kannte und liebte sein Millionenpublikum und hatte ein untrügliches Gefühl für neue Unterhaltungsshows und Fernsehserien. Seine Produktionen im ZDF-Programm haben Fernsehgeschichte geschrieben. Wir trauern um einen großen Unterhalter."

Durchbruch gelang Rademann 1964

Das ZDF veröffentlichte eine kurze Biografie von Wolfgang Rademann. Demnach wurde er 1934 in Berlin geboren. Nach einer Schriftsetzerlehre arbeitete er zunächst als Reporter. Er stellte für den Rundfunk Tanzmusik-Sendungen zusammen und war Veranstalter so genannter "Bunter Abende". Dabei kam er mit Künstlern der Showszene wie Caterina Valente in Kontakt. Der Durchbruch als Fernsehproduzent gelang ihm 1964 mit der ZDF-Sendung "Das Leben ist die größte Show".

"Gute Reise, Wolfgang."

Schauspieler Sascha Hehn zum Tod von Wolfgang Rademann

1969 wurde Rademann von Peter Alexanders Frau gefragt, ob er nicht für das ZDF eine Show mit ihrem Mann produzieren wollte. Rademann wollte – und schaffte es, die vielfältigen Begabungen des Peter Alexander perfekt in Szene zu setzen. Die "Peter Alexander Show" sahen regelmäßig an die 30 Millionen Menschen, das sind heute nur mit Fußball erreichbare Zahlen. "Das war meine schönste TV-Zeit", sagte Rademann einmal.

Der TV-Produzent entschied alles allein

Ende der 1970er Jahre besuchte Rademann Harald Juhnke nach einem von dessen Alkohol-Abstürzen im Krankenhaus und engagierte ihn für die Sketch-Serie "Ein verrücktes Paar" mit Grit Böttcher. Juhnke musste Rademann in die Hand versprechen, dass er während der Dreharbeiten nicht erneut abstürzt – der Schauspieler hielt Wort und feierte einen seiner größten Zuschauererfolge.

Die Art, wie Rademann fast 35 Jahre das "Traumschiff" machte, verrät viel über seine Erfolgsgeschichte. Er hatte keine Mitarbeiter und entschied alles alleine. Die Auswahl der Schauspieler war für ihn dabei entscheidend – "Mecker- und Suffköppe" würden den ganzen Laden durcheinander bringen, sagte er einmal.

ZDF wiederholt "Die Traumschiff-Gala"

Zu Ehren Rademanns ändert das ZDF sein Programm. Am Mittwoch zeigt der Sender ab 20.15 Uhr "Das Traumschiff". In der Folge brechen Sascha Hehn, Heide Keller, Nick Wilder und andere zu einer Reise nach Perth auf. In der Sendung "Markus Lanz" wird Rademanns Leben ab 23.15 Uhr gewürdigt. Um 0.45 Uhr nimmt das ZDF erneut "Die Traumschiff-Gala" ins Programm, die anlässlich seines 70. Geburtstages ausgestrahlt wurde.

dpa/afp/kad/wer

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