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„U-Bahn-Treter“ nur vermindert schuldfähig

Prozess in Berlin „U-Bahn-Treter“ nur vermindert schuldfähig

Der Prozess um die brutale Fußtritt-Attacke gegen eine Passantin auf einer Berliner U-Bahn-Treppe geht in die Schlussphase. Womöglich wird an diesem Donnerstag noch ein Urteil verkündet. Ein Gutachter hält den 28-jährigen Angeklagten für nicht voll schuldfähig

Landgericht, Turmstraße 91, 10559 Berlin, Deutschland -  52.5261027 13.3538248
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Landgericht, Turmstraße 91, 10559 Berlin, Deutschland -  Mehr Infos

Der Angriff im U-Bahnhof Hermannstraße im Berliner Stadtteil Neukölln hatte bundesweit Entsetzen und Empörung ausgelöst.

Quelle: dpa

Berlin. Der mutmaßliche Berliner U-Bahn-Treter war nach einem psychiatrischen Gutachten mit großer Wahrscheinlichkeit nicht voll schuldfähig. Der Experte erklärte am Donnerstag vor dem Landgericht, eine erhebliche Verminderung der Steuerungsfähigkeit des 28-Jährigen sei nicht auszuschließen.

Mehrere Faktoren wie eine bei dem Angeklagten vorliegende hirnorganische Störung nach einem Autounfall vor einigen Jahren sowie ein Missbrauch von Alkohol und Drogen hätten zu der Diagnose geführt.

Plädoyers am Nachmittag

Der Angeklagte soll eine 26 Jahre alte Studentin mit einem wuchtigen Tritt in den Rücken eine Betontreppe hinuntergestoßen haben. Das damals 26-jährige Opfer erlitt einen Armbruch und eine Verletzung am Kopf. Die Frau tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf.

Der Angeklagte Swetoslaw S

Der Angeklagte Swetoslaw S. vor Gericht.

Quelle: dpa

Der Angriff im Oktober 2016 im U-Bahnhof Hermannstraße im Stadtteil Neukölln hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst. Der aus Bulgarien stammenden Angeklagten hatte im Prozess gestanden und um Entschuldigung gebeten. Bei der Tat will er berauscht gewesen sein.

Nach Planung des Landgerichts soll es in dem Strafprozess noch am Donnerstag zu den Plädoyers von Staatsanwaltschaft und Verteidigung kommen. Möglicherweise könnte auch schon das Urteil gesprochen werden.

Von dpa/RND/zys

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