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Panorama "Ich kann nicht länger schweigen"
Nachrichten Panorama "Ich kann nicht länger schweigen"
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17:37 26.07.2016
Michael Jordan will jeweils eine Million Dollar an zwei Organisationen spenden, die sich der Verbesserung des Verhältnisses zwischen den Polizei-Behörden und dem Volk widmen. Quelle: dpa
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New York

Der Ex-Basketball-Star Michael Jordan hat sich nach einigem Zögern in die Debatte über die Gewalttaten an Afroamerikanern und weißen US-Polizisten eingeschaltet. "Ich kann nicht länger schweigen, ich weiß, dass dieses Land besser ist als das, was wir momentan erleben", schrieb der 53-Jährige in einem Beitrag für das vom Fensehsender ESPN betriebene Sportportal "theundefeated.com".

Jordan: "Ich bin erschüttert"

"Als stolzer Amerikaner, Familenvater, der seinen eigenen Vater durch eine sinnlose Gewalttat verloren hat, und als dunkelhäutiger Mann bin ich erschüttert von den Todesfällen der Afroamerikaner und wütend über die feigen Angriffe auf Polizisten", so Jordan weiter.

Hier lesen Sie mehr über das Thema Polizeigewalt in den USA: Die Wut der Straße

1993 war Jordans Vater bei einer Schießerei auf einer Autobahn-Raststätte getötet worden. Während seiner aktiven Laufbahn war "Air Jordan" immer wieder dafür kritisiert worden, Aussagen zu politischen oder sozialen Themen zu verweigern.

Jordan ist derzeit der einzige Afroamerikaner, der mehrheitlich einen Club in der Basketball-Profiliga NBA besitzt, die Charlotte Hornets. Seine Stellungnahme wurde vielfach begrüßt. "Wandel tritt ein, sobald ein Einzelner nicht länger schweigen kann", twitterte Valerie Jarrett, eine Beraterin von US-Präsident Barack Obama. "Danke, Michael Jordan, für die Stellungnahme!"

Jordan spendet zwei Millionen Dollar

In Baton Rouge im Bundesstaat Louisiana und in Dallas im Bundesstaat Texas waren in den vergangenen Wochen jeweils mehrere Polizisten erschossen worden. Zuvor waren weitere Fälle von Polizeigewalt gegen Schwarze bekannt geworden.

Jeweils eine Million Dollar spendete Jordan für das im Mai gegründete Institute for Community Police Relations und für den schon vor Jahrzehnten gegründeten Legal Defense Fund, der zur Bürgerrechtsorganisation NAACP gehört. "Die Probleme, denen wir gegenüberstehen, sind nicht über Nacht entstanden und sie werden nicht morgen gelöst sein", heißt es in der Erklärung Jordans. "Wenn wir aber alle zusammenarbeiten, können wir mehr Verständnis und eine friedlichere Welt erreichen."

afp/RND/abr

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