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Uber-Fahrer fährt betrunkenen Gast im Kreis

Teurer Heimweg Uber-Fahrer fährt betrunkenen Gast im Kreis

Der Weg ist das Ziel: Ein Londoner Taxi-Fahrer chauffiert seinen betrunkenen Fahrgast im Kreis, um den Preis in die Höhe zu treiben. Für die teure Heimreise muss der Fahrdienstvermittler Uber aufkommen.

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Der Uber-Fahrer wählte aus Profitgründen eine Rundtour durch London.

Quelle: Twitter/Daniel Kaizen

Das Gefühl kennt wohl jeder, der in einer fremden Stadt schon mal ins Taxi gestiegen ist: Immer ist da dieser ganz leise Restzweifel, ob der Chauffeur auch wirklich die kürzeste und somit preisgünstigste Route wählt, statt die Rechnung mit unnötigen Umwegen in die Höhe zu treiben. Untersuchungen etwa des ADAC fördern tatsächlich immer wieder solche Verfehlungen zutage.

Gelegentlich fallen dabei Taxifahrer auf, die die eigentliche Strecke durch überflüssige Schnörkel glatt verdoppeln, in der Annahme, der Gast von auswärts werde es schon nicht merken und arglos die Rechnung zahlen.

130 Euro für acht Kilometer

Beim Fahrdienstvermittler Uber, in Deutschland mittlerweile kaum noch aktiv, sollen solche kostentreibenden Kapriolen eigentlich ausgeschlossen sein. Über eine App ordert der Fahrgast einen Wagen und bekommt auf einer Karte auch gleich die passende Route samt mutmaßlichem Fahrpreis angezeigt.

So begann auch der Trip eines Londoners, der nach einer feuchtfröhlichen Nacht bei Uber einen Wagen für seine Heimfahrt anforderte. Wie die britische Zeitung "Telegraph" berichtet, handelte es sich um einen Weg von rund acht Kilometern. Geschätzte Kosten: 15 Pfund, also etwa 19 Euro. So jedenfalls spuckte es die Uber-App aus. Dem angeheiterten Passagier schien das alles plausibel, also ließ er den Wagen kommen, machte es sich bequem und nickte ein. An seinem Ziel angekommen, gab es ein böses Erwachen: Der Fahrer präsentierte seinem erstaunten Kunden eine Rechnung über 102 Pfund (130 Euro).

Nun ist es eine weitere Besonderheit der Uber-App, dass der Kunde nach der Tour seinen Fahrer beurteilen soll. Zu diesem Zweck wird noch einmal die Route eingeblendet – dieses Mal allerdings die tatsächlich gefahrene. Als der Londoner den riesigen Umweg sah, den er unwissentlich zurückgelegt hatte, habe er "fast seinen Tee ausgespuckt", sagte er dem "Telegraph".

Mittlerweile habe sich Uber bei ihm entschuldigt und eine Erstattung des zu viel gezahlten Fahrpreises angekündigt. So hat der Kunde quasi gratis eine Stadtrundfahrt bekommen – schade nur, dass er sie komplett verschlafen hat.

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