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Panorama Mehrheit für Bundesjugendspiele
Nachrichten Panorama Mehrheit für Bundesjugendspiele
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07:40 02.07.2015
Die Bundesjugendspiele seien ein "spielerischer Wettbewerb", meint die Kultusministerkonferenz. Quelle: dpa/Symbolbild
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Berlin

Dabei hatte Mutter zunächst noch viel Unterstützung erhalten. Im Internet unterstützten viele den Wunsch der Frau, die die Petition "Bundesjugendspiele abschaffen" startete. Von der Mehrheit der Bevölkerung wird der Ärger über die Wettkämpfe aber nicht oder kaum geteilt.

Wie das Institut YouGov in einer am Donnerstag veröffentlichten Befragung ermittelte, befürworten nur 15 Prozent den Protest per Online-Petition gegen die traditionsreichen Schulsportwettbewerbe "voll und ganz", weitederre 16 Prozent "eher".

Mehrheit: "Das hat Spaß gemacht"

Dagegen lehnen 26 Prozent die im Netz verlangte Abschaffung der Bundesjugendspiele "eher" ab, während 30 Prozent "ganz und gar" gegen eine solche Entscheidung der verantwortlichen Bildungs- und Familienpolitiker wären. 13 Prozent antworteten: "Weiß nicht".

Zu einem ähnlichen Ergebnis hatte eine Umfrage vor einer Woche geführt. 60 Prozent stimmten für "Das hat mir immer Spaß gemacht und noch keinem wirklich geschadet." Dagegen bezeichneten nur 32 Prozent die Forderung, die Bundesjugenspiele abzuschaffen, als "Gute Idee".

Spott für die Petitions-Urheberin

An den seit 1951 ausgerichteten Wettbewerben (Weitsprung, Wurf und Sprint), für die es Ehren-, Sieger- und Teilnehmerurkunden gibt, haben 60 Prozent der von YouGov befragten Bürger in ihrer Schulzeit mehrfach teilgenommen, 9 Prozent nur einmal, 28 Prozent nie (3 Prozent: keine Angabe oder "Weiß nicht".).

Der Protest einer dreifachen Mutter gegen die Bundesjugendspiele hatte vergangene Woche eine breite Debatte ausgelöst. Im Internet unterstützten zuletzt knapp 20.000 Menschen die Petition von Christine Finke (49) aus Konstanz. Sie hatte ihre Forderung nach Abschaffung online gestellt: Die Spiele seien unter anderem wegen des Leistungsdrucks aus der Zeit gefallen, unsportlichere Schüler würden vor ihren Klassenkameraden gedemütigt.

"Spielerischer Wettbewerb"

Finke hatte den Protest angestoßen, weil ihr neunjähriger Sohn nach den Bundesjugendspielen an seiner Schule geknickt nach Hause gekommen war. Sie erntete neben Zustimmung auch erheblichen Internet-Spott.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) der 16 Bundesländer sieht keinen Anlass, die seit gut 60 Jahren etablierten Wettbewerbe abzuschaffen oder auch nur die Teilnahme auf Freiwilligkeit umzustellen. Seit 15 Jahren könnten die Bundesjugendspiele "nicht mehr nur als Wettkampf", sondern auch als spielerischer "Wettbewerb" und als vielseitiger "Mehrkampf" durchgeführt werden".

dpa

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