Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Panorama Mount-Everest-Besteigung ist geplatzt
Nachrichten Panorama Mount-Everest-Besteigung ist geplatzt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:11 08.10.2015
"Ich habe mein Bestes gegeben": Der japanische Bergsteiger Nobukazu Kuriki. Quelle: dpa
Anzeige

Der japanische Bergsteiger Nobukazu Kuriki hat die Besteigung des 8848 Meter hohen Mount Everst abgebrochen. Wegen starken Windes und tiefen Schnees sei es nicht möglich, lebend zurückzukehren, wenn er den Aufstieg fortsetze, schrieb der 33-Jährige am frühen Donnerstagmorgen in seinem Blog.

"Ich habe mein Bestes gegeben", schrieb der 33-Jährige am Donnerstag. "Aber mir ist klar geworden, dass ich wegen des heftigen Windes und Schneefalls nicht lebend zurückkehren würde, wenn ich weitergehe." Er sei zwar bis in die sogenannte Todeszone jenseits der 8000-Meter-Grenze vorgedrungen, berichtete Kuriki. Auf etwa 8150 Metern Höhe habe er sich aber zur Umkehr entschlossen. In der "Todeszone" gilt es wegen der dort herrschenden extremen Kälte und des Sauerstoffmangels als unmöglich, länger als 48 Stunden zu überleben.

Umstrittene Herangehensweise

Kuriki versuchte bereits zum sechsten Mal, den Gipfel des höchsten Bergs der Erde zu erreichen. Bei einem früheren Versuch im Jahr 2012 hatte er neun Finger durch Erfrierung verloren. In der Bergsteiger-Szene ist der Japaner umstritten. Grund ist seine Herangehensweise: Kuriki verzichtet beim Aufstieg auf Hilfe von Sherpas, die üblicherweise die Route präparieren und Ausrüstung tragen. Er ist allein unterwegs – und er verzichtet auf Sauerstoffflaschen. "Das ist die reinste Form des Kletterns und die zusätzliche Gefahr wert", hatte er vor seinem Versuch erklärt.

Mit seinem nun missglückten Gipfelsturm wollte der 33-Jährige nach eigenen Angaben auch die nepalesische Tourismusbranche unterstützen, die nach dem Himalaya-Erdbeben erhebliche Verluste erlitt. Bei einem Erfolg wäre Kuriki der erste und einzige gewesen, der in diesem Jahr den Berg bestiegen hätte. Nach dem schweren Himalaya-Erdbeben im April waren alle anderen Vorhaben sowohl auf chinesischer als auch nepalesischer Seite des höchsten Berges der Welt abgesagt worden. Durch das Erdbeben im April kamen in Nepal fast 8900 Menschen ums Leben. Am Mount Everest wurde eine massive Lawine ausgelöst, die das Basislager teilweise zerstörte und 18 Menschen in den Tod riss.

afp/dpa/zys

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf der Ferieninsel Mallorca sollen Stierkämpfe verboten werden. Dies sieht ein Resolutionsentwurf vor, den die drei regierenden Linksparteien auf den Balearen vorgelegt haben. Tierschützer sprechen bereits von einem "historischen Moment".

08.10.2015
Panorama Spektakulärer Prozess hat begonnen - Maschinenpistole auf Spielplatz versteckt

Ausgerechnet auf einem Spielplatz versteckt eine zwielichtige Gestalt eine scharfe Maschinenpistole – samt Schalldämpfer und Munition. Kinder finden die Waffe. Jetzt stehen drei Männer vor Gericht.

07.10.2015

Bayerns Forstminister Helmut Brunner (CSU) hat versehentlich in seinem eigenen Wald einen Brand entfacht. Auf seinem Hof im Landkreis Regen hatte er am Wochenende Gartenabfälle verbrannt.

07.10.2015
Anzeige