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Panorama Unbekannte bewerfen Krankenwagen mit Steinen
Nachrichten Panorama Unbekannte bewerfen Krankenwagen mit Steinen
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15:19 06.09.2016
Erneut wurden von einer Autobahnbrücke in Dänemark Steine auf Fahrzeuge geworfen. Quelle: SCANPIX DENMARK / Archiv
Aalborg

Der Rettungswagen konnte seine Fahrt fortsetzen und den Patienten in eine Klinik im dänischen Aalborg bringen, wie die Polizei in Nordjütland am Dienstag mitteilte. Am Krankenhaus habe der Fahrer dann eine Delle im Dach seines Wagens bemerkt. Er und der Patient seien aber unverletzt geblieben, genauso wie eine 69-jährige Frau, deren Auto ebenfalls von der Fußgängerbrücke beworfen wurde, erklärten die Ermittler.

„Zum Glück kam niemand zu Schaden“, sagte Poul Severinsen von der Polizei den „Kieler Nachrichten“. Wären die Autos langsamer gefahren, hätten die Steine die Frontscheibe durchschlagen und einen größeren Schaden anrichten können. „Solche Angriffe sind sehr gefährlich. Das muss jedem klar sein“, betonte Severinsen.

Polizei fahndet nach mehreren Jugendlichen

Die Frau und ein anderer Zeuge hätten drei bis fünf Jugendliche auf der Brücke gesehen, erklärte die Polizei. Nach ihnen fahnden die Ermittler nun. „Mit ihnen wollen wir natürlich gern sprechen, damit wir ihre Rolle klären können“, erklärten die Ermittler in einer Mitteilung. Sie würden auch in den sozialen Netzwerken nach den Tätern suchen. Möglicherweise prahlten diese mit dem Steinwurf. „Jedem muss klar sein, welches tödliche Risiko er oder sie damit eingeht“, betonte ein Polizeisprecher in Aalborg.

Im August hatten Unbekannte von einer Autobahnbrücke in Fünen eine Betonplatte auf das Fahrzeug einer Familie aus Recklinghausen geworfen. Der Stein durchschlug die Frontscheibe. Die 33-jährige Frau war sofort tot. Ihr 36-jähriger Mann wurde schwer verletzt. Dem fünfjährigen Sohn passierte nichts. Die Familie war auf dem Rückweg aus dem Schweden-Urlaub gewesen.

Seitdem wurden mindestens drei weitere Fälle allein auf Fünen bekannt. In Silkeborg wurde zum Beispiel ein Kontrollfahrzeug der dänischen Straßenbehörde nur knapp verfehlt. Die Steinewerfer sollen vier Jungen und zwei Mädchen um die 16 Jahre gewesen sein, konnten aber bisher nicht gefunden werden. Die Polizei schließt nicht aus, dass ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Fällen auf Fünen besteht. Den Steinwurf in Aalborg wertet sie dagegen als Nachahmungstat.

Von dpa/RND

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