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Lüneburg

Unbekannte setzen
 Postautos in Brand


Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag in Lüneburg Fahrzeuge der Deutschen Post AG und der Postlogistiktochter DHL in Brand gesetzt.
Nach Polizeiangaben entstand beim Brand von Postautos ein Schaden von insgesamt 170 000 Euro.

Nach Polizeiangaben entstand beim Brand von Postautos ein Schaden von insgesamt 170 000 Euro.

© Symbolfoto: Rainer Surrey

Auf dem Gelände eines Transportunternehmens in einem Lüneburger Industriegebiet standen zwölf der 21 Autos der Post in Flammen und brannten zum Teil vollständig aus. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, griff das Feuer durch die Wärmeentwicklung von den Fahrzeugen auch auf das Gebäude des Unternehmens über, sodass dieses erheblich beschädigt wurde. Nach Polizeiangaben entstand ein Schaden von insgesamt 170 000 Euro. Verletzt wurde niemand.

Die Täter hatten das Feuer am Sonntag in den frühen Morgenstunden gegen 3.45 Uhr auf dem frei zugänglichen Parkplatz des Transportunternehmens gelegt. Dabei seien auch Brandbeschleuniger zum Einsatz gekommen, erklärte Kai Richter, Pressesprecher der Polizeiinspektion Lüneburg. 30 Feuerwehrleute hätten den Brand schnell unter Kontrolle bringen und das Feuer mittels Schaum löschen können, so Richter Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei den Brandstiftern um Täter aus dem linksgerichteten Spektrum handelt. „Politische Motive sind nicht unwahrscheinlich, da auch DHL-Fahrzeuge zerstört wurden“, sagte Richter.

Deshalb habe auch der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen. Speziell geschulte Tatortspezialisten sicherten Beweise. Die Polizei in Lüneburg hält einen politischen Anschlag für wahrscheinlich, da die DHL für die Bundeswehr Transporte übernimmt. In den vergangenen Monaten hat es deutschlandweit mehrere Fälle von Brandanschlägen gegen Fahrzeuge des Logistikunternehmens DHL gegeben. So sind beispielsweise im März in Karlsruhe drei Transportfahrzeuge auf dem Freigelände des DHL-Logistikzentrums in Brand gesetzt worden. Dabei ist ein Sachschaden von 120 000 Euro entstanden.

Im Juni brannten sieben DHL-Autos in Berlin-Tempelhof aus. Auch auf dem Betriebsgelände der Post in Berlin-Wedding haben unbekannte Brandstifter zwei Fahrzeuge angezündet. Ob das Feuer im Lüneburger Industriegebiet im Zusammenhang mit derlei Taten steht, sei laut Richter ungewiss. Ausschließen könne man das aber nicht, sagte der Polizeisprecher. Auch zu Herkunft und Anzahl der Täter könne die Polizei bisher keine Angaben machen.

Einen ähnlichen Fall von Brandstiftung habe es Richter zufolge in Lüneburg noch nicht gegeben. Seit 2002 übernimmt die DHL den Transport von Verbrauchsgütern und Dokumenten der Bundeswehr. Verschiedenen Medienberichten zufolge bemüht sich das Unternehmen im Zuge der Privatisierung der Bundeswehrlogistik zudem um einen Milliardenauftrag des Verteidigungsministeriums. Konkret geht es dabei um die Lagerung von Material und Ausrüstung der Bundeswehr sowie die Versorgung von Soldaten in deutschen Kasernen und im Ausland.

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  • bundeswehrlogistik Hein – 19.07.09
    Privatisierung der Bundeswehrlogistik, aha
    privatisieren die auch die Armee?
    leider wird die Dummheit Dort nicht privatisiert

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