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Piratenschatz ist offenbar nur ein Märchen

Untersuchung der Unesco Piratenschatz ist offenbar nur ein Märchen

Viele glaubten an eine Sensation, als Forscher vor einigen Wochen den legendären Schatz des Piratenkapitäns Kidd vor Madagaskar gefunden haben wollten. Nachdem die Unesco die Fundstücke untersucht hat, spricht sie dagegen von Humbug.

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Zunächst hieß es, Brandon Clifford, Barry Clifford und Chris Macort (v.l.n.r.) hätten im Mai einen 50 Kilogramm schweren Silberbarren aus dem Meer geholt. Tatsächlich ist er fast komplett aus Blei.

Quelle: dpa

Antananarivo. Ein vor Madagaskar gefundener, angeblich 300 Jahre alter Piratenschatz ist nach Ansicht eines Expertenteams der Unesco Humbug. Der 50 Kilogramm schwere Silberbarren, den der berüchtigte Pirat William Kidd erbeutet haben soll, ist in Wahrheit ein Ballast-Metallblock, wie die UN-Kulturorganisation am Dienstag mitteilte. Er bestehe zu 95 Prozent aus Blei. Das angebliche Wrack des Piratenschiffs "Adventure Galley" sei lediglich ein kaputter Teil der Hafenkonstruktion der Insel Sainte-Marie. "Es gibt keinen Silberschatz", sagte Michel L'Hour, der Leiter der Untersuchungsmission, die letzten Monat in Madagaskar war.

Das Team um den US-Forscher Barry Clifford hatte den angeblichen Silberbarren im Mai mit großem Brimborium dem Präsidenten Madagaskars präsentiert. Die Nachricht des angeblichen Schatzes ging rasch um die Welt. Doch Experten der Unesco waren schon damals skeptisch. Die Expedition wurde vom Sender History Channel finanziert und der Fund kam genau dann, als die britische Gesellschaft October Films eine Serie über das Abenteuer produzierte. Der schottische Pirat Kidd (1645-1701) war mit dem Dreimaster "Adventure Galley" drei Jahre lang als Seeräuber unterwegs.

dpa

Foto: Aufnahme des angeblichen 50 Kilogramm schweren Silberbarrens.

Der 50 Kilogramm schwere Metallbarren ist fast komplett aus Blei – und nicht aus Silber, wie zunächst gehofft.

Quelle: dpa
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