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Unwetter setzt Norddeutschland unter Wasser

Heftige Regenfälle Unwetter setzt Norddeutschland unter Wasser

Sturm, Regen, Matsch und Absagen in letzter Minute: Das stürmische Herbstwetter hat den Festivalsommer im Norden am Wochenende durcheinandergebracht. Zahlreiche Straßen standen unter Wasser.

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Heftige Unwetter haben im Norden Deutschlands am Wochenende zu überschwemmten Straßen geführt.

Quelle: dpa

Heftige Unwetter haben im Norden Deutschlands am Wochenende zu überschwemmten Straßen und zahlreichen Konzertabsagen geführt. In und um Greifswald stand das Wasser zum Teil mehr als einen Meter hoch auf den Straßen. In Sachsen gaben Hochwasserexperten dagegen wieder Entwarnung. Prominentester Fall unter den abgesagten Konzerten war das für das Wochenende geplante "Searock"-Festival, für das über 11 000 Karten verkauft worden waren. "Wir sind untröstlich, aufgrund der extremen Wettersituation das komplette Festival absagen zu müssen!", erklärten die "Searock"-Veranstalter in Bad Doberan am Freitag auf ihrer Webseite. "Seit 30 Stunden Starkregen und Sturmböen bis zu einer Stärke von 9 machen eine Durchführung jedoch unmöglich!"

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Auch die Travemünder Woche war betroffen. Beim Auftakt der Regatta am Samstag gingen nur 30 von 41 Teams mit ihren Booten an den Start - heftige Windböen bescherten sehr "anspruchsvolle Bedingungen". In Eutin fiel die Premiere der Märchenoper "Hänsel und Gretel" am Freitagabend aus. Beim ersten "Baltic Open Air" in Schleswig trotzten mehrere Tausend Zuschauer Dauerregen, Schlamm und niedrigen Temperaturen und erfreuten sich an weltbekannten Stars wie Joe Cocker und Uriah Heep. Auf Rügen ließ sich der Seeräuber Klaus Störtebeker bei den "Störtebeker Festspielen" nicht vom Spielen abhalten.

In Greifswald waren die Hilfskräfte im Dauereinsatz. Schwere Regenfälle hatten Umgehungsstraßen und Unterführungen rund um die Stadt teilweise mehr als einen Meter hoch überflutet. Greifswald liegt in einer Senke. "Alles läuft über. Wir wissen gar nicht, wo wir das Wasser noch hinpumpen sollen", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagmorgen. Am Sonntag besserte sich die Lage. Auch in Sachsen kehrte nach Tagen mit Dauerregen, Sturm und anschwellenden Flüssen wieder Ruhe ein. "Hochwasser ist kein Thema mehr", sagte die Hydrologin Petra Walther vom sächsischen Hochwasserzentrum am Sonntag. "In der Lausitzer Neiße bei Görlitz fällt das Wasser ganz langsam."

dpa

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